Institute of Experts

Bachelor-Thesis

Alexa Spors

905433

&

Lisa Steinhauer

905420

Hochschule Mainz University of Applied Sciences

Fachbereich Gestaltung

Studiengang Kommunikationsdesign

Betreuer: Prof. Katja Davar

 

11.12.2014

Im Rahmen einer Persiflage wollen wir in unserer Bachelor-Thesis das Lese- und Informationsverhalten im Internet thematisieren. Dazu erstellen wir fünf Webseiten, die von uns mit dem Absender „Institute of Experts“ betrieben werden. Sie bieten Werkzeuge, die dem Nutzer das Filtern, Aufnehmen und Bewerten von Informationen abnehmen sollen. Ziel ist es, das aktuelle Informationsverhalten zu übertreiben und damit zur Reflektion über das Thema anzuregen.

1 Einleitung

1.1 Online-Informationsaufnahme

 

Wenn wir eine Antwort oder Problemlösung suchen, nutzen wir häufig das Internet als Informationslieferant – so lesen wir immer mehr Texte online auf einem Display. Ausgehend von diesem Sachverhalt finden wir in der letzten Zeit immer mehr Artikel in Magazinen1, 2, die thematisieren, wie diese Angewohnheit unser Informationsver-halten verändert.

 

Lesen wir am Bildschirm anders?

Nehmen wir weniger Informationen auf?

 

Während der Selbstreflektion unseres Informationsverhaltens fällt uns auf: Tatsächlich beziehen wir uns bei einem Großteil unserer Informationsquellen auf das Internet. Der Nachteil, den man dabei oft gar nicht bemerkt, ist der Folgende: Das eigene Surfverhalten besteht oft daraus Überschriften, Bilder und Kommentare zu überfliegen und danach zu argumentieren, als hätte man gerade wissenschaftlich recherchiert. Im Gespräch formulieren wir somit häufig Sätze wie: „Das hab ich mal gelesen!“ oder „Da war so ein Blogeintrag!“ um den Ursprung unseres Wissens anzugeben. So wird jeder, auch ohne fundiertes Wissen, schnell zum Experten – bewusst oder unbewusst werden Quellen weggelassen.

 

Das Querlesen erscheint uns heute häufiger, als das Lesen ganzer Texte. Dieses so genannte Scanning3 scheint ein Versuch des Nutzers zu sein, sich einen Überblick über weit verstreute Informationen zu verschaffen. Wir ertappen uns selbst immer wieder dabei, viele Browser-Tabs offen zu haben, von Information zu Information zu springen und nach dem Überfliegen einiger Webseiten zu denken, wir hätten eine alleingültige Antwort auf eine Frage gefunden. In Wahrheit haben wir aber oft nur schnell verständliche Logikketten konsumiert und uns auf die Meinung anderer Menschen verlassen. Trotzdem empfehlen wir Webseiten weiter oder verbreiten die aufgenommene Information.

 

Das Institute of Experts soll sich mit diesem Phänomen auseinandersetzen und durch Übertreibung ein Gefühl für die Absurdität dieses Phänomens schaffen. Es geht nicht darum im Rahmen des Instituts eine Informationsplattform zu schaffen oder eine belehrende Webseite zu gestalten. Im Rahmen einer Persiflage werden die vorhandenen Sachverhalte durch Überzeichnung hinterfragt.

 

 

 

1.2 Motivation und Themenwahl

 

Da als Kommunikationsdesigner der Kern unserer Tätigkeit in der Kommunikation von Information liegt, sahen wir in dieser Feststellung ein großes Potential für ein gestalterisch-relevantes Bachelor-Thema.

 

Das Bedürfnis, bei allem eine Meinung zu haben und mitreden zu können, scheint auf Kosten der Inhalte zu gehen. Wir möchten ein Projekt entwickeln, das diese Annahme untersucht und unsere Ergebnisse in einer freien Arbeit kommunizieren.

2 Recherche

Im folgenden Teil möchten wir versuchen, unsere Rechercheergebnisse zum Thema Lese- und Informationsverhalten im Internet darzustellen. Dabei betrachten wir Erkenntnisse aus Biologie, Soziologie und Psychologie und setzen uns vier Themenschwerpunkte, um dieses umfassende Thema im Ansatz zu überblicken und Zusammenhänge herstellen zu können.

 

Wir sind uns darüber bewusst, dass wir kulturelle Unterschiede vernachlässigen, sobald wir vom generalisierten Durchschnittsnutzer ausgehen.

 

  • Aufnahme von Informationen im Internet

Wie erfassen Menschen Informationen im Internet?

Wie intensiv beschäftigen sich Menschen mit den Inhalten von Webseiten?

  • Darstellung von Informationen im Internet

Welche Rolle spielt die Darstellung von Informationen bei der Aufnahme?

Von was ist die Aufmerksamkeit des Nutzers gegenüber einer Information (Artikel, Tweet, Blogeintrag) abhängig?

  • Beurteilung von Informationen im Internet

Sind Menschen in der Lage Informationen im Internet effektiv zu filtern?

Wie filtern Menschen Informationen im Internet? Wie entscheiden Menschen, welchen Absender sie seriös und vertrauenswürdig finden?

  • Sendungbewusstsein bezüglich Informationen im Internet

Wie entscheiden Menschen, welche Inhalte sie online teilen?

Welche Qualitäten muss ein Blogpost oder Tweet aufweisen, um „teilungswürdig“ zu werden?

 

 

 

2.1 Aufnahme von Informationen im Internet

 

Eine Studie über das Verhalten von Internetnutzern der Nielsen Norman Group aus dem Jahr 2008 beschäftigt sich damit, wieviel Zeit der durchschnittliche Besucher an bestimmten Stellen einer Webseite verbringt. Anhand der gesammelten Daten wird im Anschluss berechnet wie viel Prozent des Inhaltes der Webseite wirklich aufgenommen und verarbeitet wurden: Ein Beispiel dafür ist, wieviel Prozent des dargestellten Textes während des Besuchszeitraums gelesen werden kann.

 

Die Studie geht von Durchschnittswerten aus: Der Nutzer kann 250 Wörter pro Minute lesen und die Webseite ist so gestaltet, dass sie das Lesen von längeren Texten unterstützt. Selbst unter diesen guten Bedingungen wäre es dem Nutzer nur möglich maximal 20% der gesamten Seite zu lesen: Der Besucher nimmt sich also scheinbar zu wenig Zeit für die Aufnahme von Informationen. Ein Großteil des Textes werde also nur überflogen und bleibe so nicht im Gedächtnis gespeichert.4

 

Forscher der Universität Hamburg aus dem Bereich der Informatik stellten darüber hinaus fest, dass nur vier Prozent der Webseitenbesuche über zehn Minuten dauern; 17% der Nutzer hingegen verlassen eine Webseite bereits nach weniger als vier Sekunden.5

 

 

 

2.2 Darstellung von Informationen im Internet

 

Die Überschrift eines Artikels entscheidet darüber, ob ein Leser überhaupt Interesse daran hat, diesen zu lesen. Bevorzugt werden Überschriften, die uninformativ, aber gleichzeitig auch kreativ formuliert sind, so lauten die Erkenntnisse einer Studie von Elly Ifantidou an der Universität Athen (2009):

„The Smell of Corruption the Sense of Truth“

wäre ein prägnantes Beispiel für ein optimales Verhältnis von Information zu Doppeldeutigkeit. Der Leser vermute hinter dieser Überschrift etwas Neues und Relevantes.6

 

Von dieser Erkenntnis ausgehend, untersuchen wir, wie eine Überschrift formuliert sein muss, um Aufmerksamkeit zu generieren( siehe Abbildungen 1 & 2, S.10).

 

Basierend auf Ratschlägen, Tutorials und Hinweisen von verschiedenen Blogs, können wir die folgenden Empfehlungen festhalten:

 

Dem Webseitenbesucher soll ein Vorteil durch das Lesen der Informationen versprochen werden beziehungsweise die Überschrift soll suggerieren, dass das Lesen des Artikels einen Vorteil gegenüber anderen Mitmenschen beschert.7

„When You Know These Facts You Never Have To Work Again!“

 

Die Überschrift soll Bezug zu Problemen des Lesers herstellen und auf allgemein bekannte Probleme eingehen – und dabei eine Art Erlösung versprechen.8, 9

„Get Rid Of Your Wrinkles“

 

 

Überschriften, die ein „How to“ enthalten, seien gefragt, da Sie Hilfe bei einem konkreten Problem bieten.10, 11

„How To Make A Breathtaking Attire At Your Next Office Party“

 

Überschriften mit Nummern hätten einen besonderen Reiz und gäben dem Leser das Gefühl, er könne den Umfang des zu lesenden Textes gut einschätzen und würde schnell Informationen erhalten.12, 13

„10 Hidden Facts You Should Know About Fifty Shades Of Grey“

 

Durch die Verwendung von starken Adjektiven und Superlative in einer Überschrift werde deutlich mehr Aufmerksamkeit generiert.14

„The Most Shocking and Surprising News Of Today“

 

 

Die Autorin Maria Konnikova beschäftigt sich in einer Kolumne im New Yorker (2013) damit, wie ein Text im Internet aufgebaut sein muss, damit dieser schnell erfassbar und gut lesbar ist. Die Autorin geht davon aus, dass Nutzer im Internet nur oberflächlich Informationen aufnehmen.

 

 

Das beste Medium zur Informationsvermittlung sei dementsprechend die Liste:

„In the current media environment, a list is perfectly designed for our brain. We are drawn to it intuitively, we process it more efficiently, and we retain it with little effort.“ 15

 

Die Idee, Texte besser erfassbar zu machen, indem man sie umformatiert, kann auch zum Vermeiden von Ablenkungen genutzt werden. iA Writer, ein Programm zur Textverarbeitung, bietet beispielsweise einen Modus, der einzelne Textpassagen hervorhebt um das „visuelle Hintergrundrauschen“ des gesamten Dokumentes zu senken16 ( siehe Abbildung 3, S.13).

 

Zur Verbesserung der Informationsaufnahme gibt es noch weitere Ansätze, die die Darstellung vom klassischen Mengentext hinterfragen. Eines dieser Werkzeuge ist die Browser-Erweiterung „Spritz“: Statt Texte am Stück abzubilden, blendet es diese Wort für Wort ein und ermöglicht damit eine Lesegeschwindigkeit von angeblich bis zu 1000 Wörtern pro Minute. Die Funktionsweise des Tools basiert auf der Annahme, dass man nur 20% der Zeit beim Lesen mit dem Verarbeiten der Information verbringt, die anderen 80% allein mit dem Bewegen der Augen. Dadurch, dass das Tool die Worte an der selben Stelle ein- und ausblendet und die Augen sich somit nicht bewegen müssen, ist – laut Spritz – ein schnelleres Erfassen von Texten möglich17( siehe Abbildungen 4 & 5, S.14).

 

 

 

2.3 Beurteilung von Informationen im Internet

 

Während seiner Allgegenwärtigkeit in den Medien wurde Spritz von vielen Seiten kritisiert, da die Angaben der Entwickler die kognitiven Fähigkeiten des Menschens außer Acht gelassen hätten. Zum Verarbeiten von gelesener Information sei auch die Zeit notwendig, die die Augen benötigen sich von Wort zu Wort bewegen. Texte, die mit Fast Reading Tools gelesen werden, könnten zwar schnell gelesen, aber nicht richtig von unserem Gehirn verarbeitet werden.18 Beim Speed Reading wurde schon immer kritisiert, dass bei seinen Anwendern die Texte nicht lange im Gedächtnis bleiben würden und die Aufnahme von neuen Informationen problematisch sei. Der Mensch brauche Pausen zum Verarbeiten der Information.19

 

Der Journalist Tom Chatfield formuliert dazu in seinem Artikel „The Attention Economy“ einen weiteren Gedanken: Man sei heute zwar daran interessiert, die eigene Zeit im Internet so effektiv wie möglich zu nutzen, könne das aber anhand der Vielzahl von Angeboten im Internet nicht: Die Absicht, sich selbst auf den neusten Stand zu halten, sei unmöglich und nicht menschlich durchführbar. Die Folge dieses Verhaltens sei nicht nur die oberflächliche Verarbeitung von Informationen, sondern auch die Abstumpfung gegenüber der Herkunft eben jener Informationen: Ein Filtern nach Relevanz oder eine Bewertung der Quelle sei nicht mehr zu schaffen.20

 

Eine Studie der Northwestern Universität, die in Zusammenarbeit mit Erstsemesterstudenten Daten zu deren Surfverhalten auswertete, unterstützt Chatfields Thesen. Den Studenten wurde die Aufgabe gestellt, online nach Inhalten zu recherchieren, die sie für das Erstellen einer Hausarbeit nutzen würden. Über 20% der Studenten gaben ihren Suchbegriff bei Google ein und klickten auf den ersten Link in der Ergebnisliste – unbeeinträchtigt davon, dass die Links an oberster Stelle deutlich als Werbung beziehungsweise gesponsort gekennzeichnet sind.21 Wir schlussfolgern daraus, dass das Bewusstsein für die Seriösität einer Quelle bei einem Fünftel der Studenten nicht vorhanden war ( siehe Abbildung 6, S.16).

 

Auch bei jüngeren Menschen lässt sich diese Überforderung beim Bewerten von Quellen festellen: Die „Digital Natives“ haben, laut eines Reports von Jamie Bartlett und Carl Miller, der auf dem britischen Thinktank Demos erschienen ist, Schwierigkeiten, kritisch mit dem Ursprung einer Information umzugehen: Es würde ihnen schwer fallen, Propaganda zu identifizieren und auszusortieren, dementsprechend hätten sie eine hohe Anfälligkeit für das Übernehmen von falschen Informationen und Verschwörungstheorien. Sie seien zwar selbstbewusst im Umgang mit Medien, würden aber eine Webseite nicht nach der wissenschaftlichen Qualität ihrer Quellen, sondern viel mehr nach ihrer Ästhetik beurteilen.22

 

Das Heraussuchen von relevanten Informationen stellt den Internetnutzer anscheinend vor ein Dilemma: Wenn er versucht zu filtern, tut er es offenbar oft falsch. Neil Postman, ein amerikanischer Medienwissenschaftler, formulierte diesen Umstand folgendermaßen:

 

„That lack of information can be very dangerous, we agree. But at the same time too much information can be very dangerous because it can lead to a situation of meaninglessness. That is people not having any basis for knowing what is relevant, what is irrelevant, what is useful, what is not useful.“ 23

 

In dem Artikel „Faking Cultural Literacy“ in der New York Times stellt der Journalist Karl Taro Greenfeld fest, dass er zu vielen Themen eine Meinung habe, ohne aber selbst Erfahrungen zu diesen Themen gemacht zu haben. Er schildert folgendes Phänomen: Er kenne den Inhalt von Büchern und könne sie bewerten, ohne dass er sie selbst gelesen habe. Er betont die Normalität des Phänomens Informationen von anderen zu übernehmen – ohne auf eine Quellenangabe zu bestehen.

Der soziale Druck, über alles zu jederzeit informiert zu sein, nennt er dabei als Begründung für dieses Verhalten.24

 

Als Beispiel für dieses Verhaltensmuster bietet sich ein Aprilscherz des NPR, dem US-amerikanischen Zusammenschluss einiger Hörfunksender, an. Auf der Facebookseite des Verbands wurde ein Link zu einem Artikel mit dem Titel „Why Doesn’t America Read Anymore?“ veröffentlicht, der mit dem Photo eines Bücherregals illustriert wurde ( siehe Abbildung 7, S.19).

 

Darauf folgte eine Einleitung zum eigentlichen Artikel:

„What has become of our brains? In an age of readily available Information and countless ways to get it, we seem to be losing touch with powers of comprehension.“25

 

Klickte ein Besucher der Seite jedoch auf die Verlinkung zum Artikel, so erschien folgende Auflösung ( siehe Abbildung 8, S.19):

„Congratulations, genuine readers, and happy April Fools Day!We sometimes get the sense that some people are commenting on NPR stories that they havent actually read. If you are reading this, please like this post and do not comment on it. Then lets see what people have to say about this story.Best wishes and have an enjoyable day,Your friends at NPR“26

 

Obwohl es keinen echten Artikel gab und die Auflösung darum bat, dem Facebook-Eintrag nur einen „Daumen hoch“ zu geben, kommentierten einige Menschen trotzdem so, als gäbe es den Artikel tatsächlich ( siehe Abbildung 9, S.20).

 

„Our society has trained us to visit information with so much haste and instant gratification that many Americans just dont get the concept that reading a good book is worth the wait; everything needs to happen yesterday as they say...case in point: who doesnt grunt when our computers freeze and we cant get to the information we seek automatically?At the rate were going, though, we need to have/or to contract an A.D.D, mindset to keep up with all the messages or many grow bored or worse, feel that they are left out from the latest tweet, etc.“

„I am ALWAYS reading and spend a lot of time at my local library.“

 

Diese beiden Kommentare zeigen die Absurdität des Ganzen auf: Sie kritisieren die Generalisierung des Facebookeintrags („Aber ich lese noch und nehme mir Zeit dafür!“), ohne den eigentlichen „Artikel“ gelesen zu haben. Der Inhalt des Artikels scheint keine Relevanz zu haben, vielmehr lässt sich an dieser Stelle vermuten, dass nur nach Schlagwörtern der Überschrift kommentiert wurde.

 

 

 

2.4 Sendungsbewusstsein bezüglich Informationen im Internet

 

Dass Menschen schnell zu erfassende Inhalte bevorzugen und eine oberflächliche Informationsaufnahem im Internet gängig zu sein scheint, zeigt sich in der folgenden Studie: Die us-amerikanische Firma Chartbeat hat sich auf die Echtzeit-Analyse von Nutzerverhalten spezialisiert und ihre derzeitigen Erkenntnisse zum Durchschnittsbesucher veröffentlicht. Die meisten Nutzer würden sich demnach nur den Photo- beziehungsweise Video-Inhalt einer Webseite anschauen. Darüber hinaus würden die meisten Besucher nicht viel weiter als bis zum unteren Rand des Browserfensters scrollen. Chartbeat hielt ebenso fest, dass eine attraktive Headline ausreichen würde, um den Besucher zum Teilen eines Artikels anzuregen, zum Beispiel in Form eines Tweets. Dies legt die Schlussfolgerung nah, dass „blinde“ Empfehlungen ausgesprochen werden, ohne den eigentlichen Artikel vollständig gelesen zu haben ( siehe Abbildung 10–12, S.22f.).

 

„Zero Comments: Blogging and Critical Internet Culture“ beschäftigt sich mit der kritischen Internetkultur. Laut der Publikation werden Meinungen, die über Blogs und soziale Netzwerke wie Twitter ausgetauscht werden, oft als neutral wahrgenommen. Da sie in einer sehr persönlichen Tonalität kommunizieren, vermute man kein finanzielles Interesse hinter den Botschaften, die auf diesen Medien verbreitet werden.

Allerdings sei auch hier zu bedenken, dass das hohe Interesse der Öffentlichkeit an diesen Kommunikationskanälen und der Wettbewerb zwischen den Bloggern zu einer zunehmenden Kommerzialisierung führe: Umso mehr Menschen mit einem finanziellen Interesse ein und dieselbe Tätigkeit ausübten, desto mehr Wettbewerb entstehe. Dieser mache es schwierig unbefangen der Tätigkeit als Blogger nachzugehen. Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen Sponsoring (auch in Form von gesponserten, exklusiven Inhalten), Schleichwerbung und einer vermeintlichen Neutralität beziehungsweise Authentizität des Absenders.27

 

Vertrauen scheint also auch eine große Rolle zu spielen, wenn es um das Erzeugen von Seriösität und Authorität im virtuellen Raum geht. An dieser Stelle interessiert uns: Wie lässt sich die Überforderung und Übersättigung durch die Informationsflut im Internet mit diesem Urbedürfnis vereinbaren? Wem vertraut man als Nutzer?

 

In der Studie „Vertrauen 2.0 – Auf wen sich Konsumenten in Zukunft verlassen“ wird der Frage nachgegangen, welche Autoritäten Konsumenten für glaubhaft halten: Die Unüberschaubarkeit des Markts und der Produkte, die man erwerben kann, brächten den Konsumenten dazu, neue Wege zur Entscheidungsfindung zu suchen. Das Vertrauen auf die Meinungen von Experten, sowie unabhängigen Organisationen (beispielsweise Stiftung Warentest) ist einer der häufigsten Versuche sich als Konsument einen Überblick zu verschaffen. Familie und Freunde beeinflussen ebenfalls Kaufentscheidungen: Darüber hinausgehend würde der Konsument Meinungen anderer Menschen (im Austausch in sozialen Netzwerken) zu Rate ziehen, um eine Entscheidung zu treffen.28

Vertrauen im Internet ist aber auch eine Frage der Gestaltung: Eine weitere Studie der Nielsen Norman Group29 belegt, dass die Glaubwürdigkeit und Seriösität einer Webseite steigt, wenn sie eine der folgenden Eigenschaften aufweist:

 

Bereits gelernte Richtlinien und Standards zur Positionierung von Navigationselementen helfen dem User sich zu orientieren. Dabei sollten diese nicht zu komplex sein.

Gütesiegel außenstehender Institutionen, beispielsweise das TRUSTe Siegel bei Onlineshops, werden als Beleg von Qualität angesehen.

Deutlich erkennbare Links sind ein Indiz für den selbstbewussten Umgang mit Quellen.

Kurze Ladezeiten und Fehlerfreiheit unterstützen die Vertrauenswürdigkeit einer Webseite.

3 Konzeption

3.1 Zielsetzung

 

Durch unsere Recherche formulieren wir folgende Annahmen bezüglich der Informationsaufnahme im Internet, für die wir mit unserer Bachelor-Arbeit ein Bewusstsein schaffen wollen:

  1. 1. Niemand liest mehr ganze Texte.
  2. 2. Niemand interessiert sich für den Ursprung einer Information.
  3. 3. Man verlässt sich auf die Meinung anderer User (Kommentare) statt selbst zu lesen, oder vertraut auf „Expertenmeinungen“.
  4. 4. Der Nutzer weiß nicht wie er filtern soll.

 

Wir entscheiden uns, den Nutzer mit seiner eigenen Routine zu konfrontieren. Dabei legen wir Wert darauf, innerhalb seiner Aufmerksamkeitsspanne zu agieren. Gerade aus dieser Absicht heraus stellen wir für uns fest, dass wir unsere Erkenntnisse und Annahmen nicht in einem traditionellen Rahmen (bespielsweise in Form eines Essay in einem Buch, oder eines Ratgebers) kommunizieren können.

 

 

Daher beschließen wir, eine interaktive Installation in Form von mehreren Webseiten zu konzipieren und unsere Aussagen nicht als belehrende Arbeit, sondern als Persiflage zu kommunizieren, um eine emotionalere und damit nachhaltigere Wirkung zu erzielen. Als Absender für unsere Inhalte gründen wir das „Institute of Experts“.

 

Darüber hinaus möchten wir die vorhandenen Informationsmöglichkeiten des Webs nutzen, um uns auf persönlicher Ebene – auch während der Erstellung unserer Thesis – mit dem Thema der reflektierten Informationsaufnahme zu beschäftigen.

Wir wollen versuchen, unsere Begeisterung für das Medium Internet zu nutzen und unsere eigenen Grenzen, im Bezug auf die persönlichen Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb des virtuellen Raumes, zu finden. Von dieser Idee ausgehend erstellen wir alle Webseiten selbst und dokumentieren unseren Prozess im „Code Commentary“ ( siehe 3.3. Persönliche Auseinandersetzung: Code Commentary, S.48).

Wir sind uns bewusst, dass unsere Arbeit – wie jede Satire oder Persiflage – missverstanden werden kann. Die Übertreibung des Ist-Zustands als Mittel zum Anstoß einer Reflektion setzt voraus, dass der Betrachter die Übertreibung auch erkennt.

 

Wir möchten nicht mit Angst oder Schuld arbeiten, um unser Thema emotional aufzuladen. Unserem Empfinden nach wäre das nicht richtig. Unser Projekt würde heuchlerisch werden: Die Kritik daran, dass Clickbait-Inhalte30 mehr Nutzer anlocken kann man selbst nicht äußern, wenn man sich diesem Phänomen bedient, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

 

Die scheinbar selbstgewählte Ignoranz des Nutzers und die Tendenz, sich mit Information nur kurz und oberflächlich auseinanderzusetzen, sehen wir nicht als ausschließlich schlecht oder gefährlich. Wir sehen es eher als Reaktion auf unser aktuelles Informationsklima: Der Nutzer ist mit der Fülle an Informationen im Internet überfordert und sucht nach neuen Wegen sich zu orientieren. Eben dieses Klima ist unser Hauptansatzpunkt, auf den wir spielerisch reagieren möchten ( siehe A.1.1. Satire, Parodie und Persiflage als Mittel zur Irritation, S.86).

3.2 Institute of Experts

 

Öffentlichen Einrichtungen wird noch heute ein größeres Vertrauen entgegen gebracht als anderen Absendern.31 Wir entscheiden für unsere Kom-munikation einen seriösen, glaubhaften Absender zu erzeugen und gründen deshalb ein Institut. Um unsere Vertrauenswürdigkeit auf die Spitze zu treiben, nennen wir unser imaginäres Institut „Institute of Experts“ und nutzen die Domain „institute-of-experts.expert“. Damit schaffen wir die richtige Atmosphäre für eine Persiflage.

 

 

 

3.2.1 Auftreten und Agenda

 

Das Institut hat die Aufgabe den Ist-Zustand bezüglich den Gegebenheiten und Verhaltensmustern des durchschnittlichen Internetnutzers zu karikieren und zu überziehen. Das Institut propagiert seine Ansichten in einem Manifest. In Form von zehn Punkten werden dem Nutzer Anweisungen zur korrekten Verhaltensweise bei der Informationsaufnahme im Internet gegeben.

 

Das Manifest besagt, dass der Nutzer im heutigen Ist-Zustand noch zu viel Zeit in die Informationsaufnahme, Validierung von Quellen und Erstellung von Meinungen investiert. Das Institut spricht sich für die Aufnahme von nur noch perfekt gefilterten Informationen und das sofortige Validieren von Daten aus. Die kurze, schnelle Beschäftigung mit Inhalten sei der perfekte Weg, sich mit der Welt auseinanderzusetzen. Diese Auffassung des schnellen Verbreiten und Verarbeiten von Informationen wird nicht nur im Manifest sondern auch auf allen Unterseiten des Instituts kommuniziert. Das Auseinandersetzen mit dieser Auffassung soll beim Betrachter ein Gefühl auslösen, das im optimalen Fall zur Selbstreflektion bezüglich der eigenen Interaktion mit dem Internet anregt.

 

Unserer Recherche entsprechend bekommt jeder Punkt eine emotional und auffordernde Überschrift, die viel Raum für Interpretation und Assoziationen lässt.

 

Beispiel:

„3. Redefine your excellenceDealing with the process saps your energy and we want you to stay active. With specific, filtered information that our tools are able to provide, we help you maintain your power.“

 

Innerhalb des Manifests verlinkt das Institut auf seine eigenen Unterseiten. Da Links im Text weitere Glaubwürdigkeit erzeugen wenn sie zu fremden Webseiten linken,32 greifen wir diesen Ansatz auf, geben aber keinen Ursprung unserer Statements an, sondern verweisen nur auf Unterseiten des Instituts.

 

Die Idee ist es, das Institut auf den ersten Blick seriös erscheinen zu lassen, bei näherer Betrachtung fällt die Substanzlosigkeit und Inhaltsleere unseres Instituts allerdings auf. Beispielsweise kommt der Satz …

 

„With specific, filtered information that our tools are able to provide“

 

… in jedem unserer Manifestpunkte vor. Desweiteren ist die Ausdrucksweise des Instituts nicht akademisch-orientiert wie bei anderen öffentlichen Einrichtungen. Es geht uns darum einen kommerziellen, werblichen Ton zu treffen, der das Institut als weniger glaubwürdig offenbart.

 

 

Die wahre Absurdität des Instituts wird deutlich daran, dass das Institut bei Quellenangaben nur auf sich selbst verweist und es keine weiteren Informationen über die Urheber oder Geschichte des Instituts gibt. Auf der „Über Uns“-Seite findet man lediglich selbst verliehene Zertifikate, Embleme und Siegel ( siehe 3.2.2.3. Omni-Source Generator, S.42).

 

 

 

3.2.2 Werkzeuge

 

Wir konzipieren das Institut als philanthrophisch-motivierte Organisation, die dem Internetbesucher Werkzeuge zur Verfügung stellt, die bei der täglichen Nutzung des Webs helfen und Hilfestellungen bei Problemen anbieten sollen. Das Institut möchte dem Menschen helfen, mehr Zeit für sich selbst zu haben: Nur durch die Nutzung von stark gefilterten und komprimierten Informationen sei dies möglich.

 

Die Funktionalität der Tools basiert zum großen Teil auf dem Abrufen von Information über sogenannte Entwicklerschnittstellen von externen Seiten (sogenannte APIs). So kann das Institut eine „Smartness“ vortäuschen, indem es verschiedene Informationen von externen Anbietern kombiniert, denn das Institut versucht sich internet- und technikaffin präsentieren.

 

Alle Werkzeuge erhalten von uns einen abstrakt-technischen Namen, der einen Hinweis auf deren Funktionalität enthält. Die Werkzeug gehen auf die von uns aufgestellten Annahmen näher ein ( siehe 3.1. Zielsetzung, S.26), und sollen sie für den Nutzer erfahrbar machen.

 

Dabei ist es uns wichtig mit unseren Werkzeuge ein nicht perfektes Ergebnis zu produzieren: Unsere Werkzeuge erzeugen keinen hilfreichen Output sondern sollen mit ihrer offensichtlich vorgetäuschten „Smartness“ den Nutzer zum Realisieren und Hinterfragen seiner Gewohnheiten anregen. Damit wollen wir uns von nützlichen Anwendungen distanzieren und das Institut als Persiflage offenbaren.

 

 

 

3.2.2.1 Comment Constructor

 

Der Comment Constructor ist ein Werkzeug, welches dem Nutzer beim Kommentieren helfen soll. Das Institut ist überzeugt davon, dass Artikel vollständig zu lesen vollkommen überflüssig sei und das eine Ein-Satz-Zusammenfassung ausreicht, um alle wichtigen Informationen des Artikels zu erfassen. Darüber hinaus vertritt das Institut den Standpunkt, dass sich eine eigene Meinung zu bilden ein viel zu aufwendiger Prozess ist – insbesondere wenn man mit anderen Menschen in Form eines Kommentars zum Artikel interagieren möchte.

 

Der Comment Constructors bietet eben diese knappe Zusammenfassung und einen bereits wertenden Kommentar. Der Nutzer muss diesen dann nur noch kopieren und an die passende Stelle posten. Durch das Vorgeben einer Meinung provozieren wir eine kritische Reaktion beim Nutzer. Kopiert er den Kommentar, wird dem Nutzer gratuliert. An dieser Stelle werden wir mit unserer Persiflage offensichtlich, um den Comment Constructor von einem ernst gemeinten Hilfsmittel zu distanzieren.

 

 

 

 

Funktionsweise

 

Nachdem der Nutzer einen Link zu einem Artikel in das Formularfeld des Comment Constructors eingefügt und den Button angeklickt hat, wird der Link über mehrere Skripte an die Entwickler-Schnittstellen (APIs) von Aylien33 und AlchemyAPI34 (zwei Firmen, die sich auf die Analyse von Internetinhalten spezialisiert haben) geschickt und dort weiterverarbeitet.

 

Von den beiden externen Dienstleistern fragen wir folgende Auswertungen an:

 

Das Text Sentiment gibt an, ob der Artikeltext einen positiven, einen gemischten (mixed) oder negativen Grundton hat. Anhand einer Liste von Signalwörtern oder -sätzen und deren Häufigkeit wird eine Punktzahl errechnet, die sich im Bereich von -1 (sehr negativ) bis 1 (sehr positiv) bewegt.35

Die Text Polarity gibt einen Hinweis auf den Schreibstil des untersuchten Artikels. Dabei wird keine Punktzahl, sondern lediglich eine Tendenz von „objektiv“ oder „subjektiv“ angegeben.36

Aus wesentlichen Schlüsselbegriffen wie Namen, Orten und Organisationen, sowie Daten wie URLs, Geldsummen und Prozentwerten wird am Ende eine Liste erstellt, die diese nach Relevanz innerhalb des Textes sortiert.37

Eine auf einen Satz heruntergebrochene Zusammenfassung des Textes wird von Aylien durch einen Algorithmus erstellt, der Daten über Häufigkeit, Position, Aufbau etc. der einzelnen Sätze innerhalb des Artikels auswertet.38

 

 

 

 

Generierung des Kommentars

 

Anhand der angefragten Auswertungen erstellen wir einen Kommentar für den Nutzer. Dabei benutzen wir je nach den Ergebnissen der Auswertung von Text Sentiment, Polarity und Ranked Words unterschiedliche Textbausteine. Im folgenden Teil wollen wir diesen Vorgang näher erklären.

 

Zum Beispiel erzeugt ein negativer Text-Sentiment-Wert einen Kommentar, der den Artikel als schlecht bewertet. Die Bewertung des Artikels durch die externen Services fällt negativ aus, wenn im Artikel über negativ-konnotierte Themen berichtet wird, beispielsweise Krieg, Kinderpornographie oder Gewalt. Das bedeutet, dass selbst „gut“ geschriebene Artikel über diese Themen ein schlecht gestimmtes Kommentar verursachen.

 

Wir erstellen dafür eine Unterteilung in fünf mögliche Stimmungen ( siehe Abbildung 13, S.35). Wir nutzen also einen Faktor zum Bewerten des Artikels, der eigentlich zum Bewerten des Themas des Artikels gedacht ist – dies ist eine bewusste Entscheidung: Das Generieren des Kommentars funktioniert somit ähnlich wie eine oberflächliche Informationsaufnahme des Nutzers – Schlagwörter erzeugen die Einstellung des Nutzers gegenüber dem Artikel.

 

Als nächster Faktor wird untersucht, ob die Text Polarity objektiv oder subjektiv ausfällt: Bei einem subjektiven Artikel wird ein Kommentar generiert, der sich der Umgangsprache des Internet bedient, Smileys benutzt und Fehler in Grammatik und Rechtschreibung aufweist. Fällt die Text Polarity objektiv aus, wird eine im Vergleich eloquente Ausdrucksweise verwendet.

 

 

 

 

Textbausteine

 

Jedes Kommentar setzt sich aus zwei Typen von Sätzen zusammen:

Diese Sätze orientieren sich an echten Kommentaren, die wir selbst gelesen haben und versuchen diese zu imitieren.

 

Je nach Text Sentiment (sehr positiv bis sehr negativ) und Text Polarity (subjektiv/objektiv) greift unser Skript zum Generieren des Kommentars aus selbst erstellten Listen entsprechende Sätze heraus, kombiniert diese zufällig und fügt an mehreren Stellen ein zufällig gewähltes Ranked Word ein ( siehe Abbildung 14 & 15, S.35f.).

 

Überbrückung der Ladezeit

 

Dem Nutzer wird in der Zeit, in der wir die externen Anbieter anfragen, ein Ladebildschirm angezeigt. Als Indikator, dass im Hintergrund Analysen durchgeführt werden, wird unser animiertes Keyvisual, ein Gehirn aus Netzstruktur ( siehe 4.4.7 Ladescreens, S.72), als Ladesymbol genutzt.

Abbildung 15

Comment Generator Beispiel-Füllsätze ohne Ranked Words.

 

Da sich in unserem persönlichem Umfeld gezeigt hat, dass der Comment Constructor schnell auch als ernsthafte Applikation missverstanden werden kann, finden wir es wichtig mit unserer Satire deutlich zu werden.

 

Über dem Gehirn befindet sich der Satz

„Please wait while we calculate“,

 

der nach einigen Momenten eine Störung zeigt und anfängt, sich wie ein Glitch (ein Anzeigefehler) zu verhalten. Über diesen Fehler wird ein neuer Satz sichtbar:

„Please wait while we fake things“

 

Dieser Glitch gibt einen eindeutigen Hinweis darauf, dass das Institut kein ernsthafter Absender und dass das Ergebnis des Comment Constructors kritisch zu hinterfragen ist.

 

 

 

Finalisierung

 

Der endgültige Kommentar wird dem Nutzer in einer Box zum Kopieren zur Verfügung gestellt. Darüber befindet sich noch eine Zusammenfassung des eigentlichen Artikels, die aus nur einem einzigen Satz besteht.

 

Verdeutlichung an einem Beispiel-Artikel

 

An dieser Stelle folgt nun ein Beispiel mit einem echtem Artikel, um die Funktionsweise des Comment Constructors zu illustrieren:

 

  • Quelle des Artikels:

BBC News (Hrsg.): M25 section in Surrey collapses following roadworks. <http://www.bbc.co.uk/news/uk-england-surrey-30049739>, 14.11.2014, 20:21 Uhr.

  • Text Sentiment:

-0,333711

  • Text Polarity:

subjektiv

  • Ranked Words:

Highways Agency, Surrey Police, road surface

  • Summary:

„Maintenance crews had been working overnight to replace three sections of concrete road surface between junctions nine and 10.“

  • Erzeugtes Kommentar:

I totally disagree with Highways Agency. It’s unethical. this SUCKS and the next thing you will tell me that illuminati dont exist? wake up sheeple!1 Surrey Police is disgusting why write about it in the first place!!

 

Aus der Sammlung der „Ranked Words“ wurden „Highway Agencies“ und „Surrey Police“ ausgewählt und in unsere Satzbausteine eingefügt. Der Füllsatz in der Mitte thematisiert die Verschwörungstheorien um die Illuminati. Dadurch, dass es sich um einen sehr negativen und subjektiven Artikel handelt, fällt der Kommentar „pöbelnd“ aus und enthält Tipp- und Rechtschreibfehler.

3.2.2.2 Expertise Injector

 

Der „Expertise Injector“ verspricht dem Nutzer, in kürzester Zeit Expertise in einem selbst-gewählten Thema zu verleihen. Das Institut vertritt die Ansicht, dass eine sehr komprimierte Darstellung von Informationen (innerhalb von zehn Sekunden) ausreicht, um zum Experten in einem Thema zu werden.

 

Nach dem Betrachten einer sehr schnellen Slideshow mit Bildern zum gewählten Thema, die neben einem eben so schnell durchlaufenden Text39 sitzt, wird dem Benutzer des Expertise Injectors ein Zertifikat verliehen.

 

Bei diesem Werkzeug versuchen wir den inflationären Gebrauch des Begriffs „Experte“ zu thematisieren: Ein Zertifikat ist unserer Meinung nach nur dann sinnvoll, um Expertise zu belegen, die über ein intensives Auseinandersetzen entstanden ist – wir versuchen mit den angesetzten, überspitzten Zeitraum von zehn Sekunden Intensivkurse und ähnliche Angebote zu imitieren. Durch das schnelle Erlangen des Expertenstatus wollen wir den Nutzer zum Hinterfragen des Experten als Autoriätsperson anregen.

 

 

 

Funktionsweise

 

Nach dem Eingeben eines Begriffes in ein Suchfeld und dem Bestätigen des Nutzers wird bei der Wikipedia API angefragt, ob es einen Artikel zu diesem Begriff gibt. Ist ein Artikel zu dem genannten Begriff verfügbar, so wird der erste Absatz des Artikels abgegriffen und in das Fast-Reading-Tool OpenSpritz40 integriert. Zusätzlich werden über die Google Image Search API frei verfügbare Bilder zum Begriff gesucht und in eine Slideshow platziert. Falls der eingegebene Begriff des Nutzers nicht bei Wikipedia gefunden wird, greifen wir auf den, von uns festgelegten, Wikipedia-Artikel des „Experts“ zurück. Durch die Doppelung versuchen wir die Absurdität einer schnellen Expertise noch einmal zu verdeutlichen, indem wir den Nutzer zum „Experten vom Experten“ machen.

 

Auch beim Expertise Injector nutzen wir einen Ladebildschirm um die Wartezeit der Anfragen zu überbrücken: Nacheinander werden die folgenden Sätze ein- und ausgeblendet:

„Please wait while things are being calculated!“

„With great expertise comes great responsibility!“

„Get ready for your expertise injection!“

 

Wenn alle Elemente vorbereitet sind, verschwindet der Ladebildschirm: Links ist die Slideshow zu sehen, in der Mitte sitzt ein Kreuz zur Orientierung und rechts wird der abgegriffene Text Wort für Wort eingeblendet ( siehe Abbildung 16, S.41). Wir nutzen für die Texteinblendung eine modifizierte Version von OpenSpritz41.

 

Nach zehn Sekunden wird die Anzeige gestoppt und der Nutzer bekommt ein Zertifikat angezeigt, das vom Institute of Experts ausgestellt wird: Der anfängliche Suchbegriff wird in eine vorhandene Urkunden-Vorlage eingefügt, so dass das Zertifikat dem Suchbegriff angepasst wird. Darüber hinaus wird dem Besucher angeboten, sich das Zertifikat herunterzuladen, um es dann danach selbst ausdrucken oder auf sozialen Netzwerken teilen zu können.

 

 

 

 

3.2.2.3 Omni-Source Generator

 

Der Omni-Source Generator bietet dem Nutzer die Möglichkeit, sich für jede Aussage eine „seriöse“ Quelle zu generieren. Dieses Werkzeug soll die Tatsache aufgreifen, dass Menschen Quellen und die Herkunft von Informationen nicht einschätzen können, falsch interpretieren oder keine Notwendigkeit in der Überprüfung einer Aussage sehen.

 

Die „seriöse“ Quelle ist aber kein Verweis auf eine echte Studie, Essay oder wissenschaftliche Webseite, sondern auf eine Unterseite des Instituts. Wir liefern mit dem Omni-Source Generator eine Möglichkeit, jede Aussage mit einer Quelle zu belegen, ohne diese auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Somit kann der Nutzer für jede Behauptung einen seriösen Ursprung nachweisen.

 

Der Omni-Source Generator besteht aus zwei Teilen, die aufeinander verweisen:

  • Generierungsseite
  • Ergebnisseite

 

 

 

Generierungsseite

 

Die Generierungsseite erscheint, wenn ein Nutzer den Omni-Source Generator aufruft. Sie ist sozusagen die Startseite des Werkzeugs.

 

Der Besucher wird aufgefordert, eine Aussage für den weiteren „Validierungsvorgang“ und die Generierung der eigentlichen Quelle einzugeben. Nach dem Bestätigen scrollt die Seite automatisch ein Stück nach unten. Der Generator bietet hier zwei fertige Varianten an, um die Ergebnisseite zu verbreiten:

Als „Link-Only“-Variante, die nur den Link zur Ergebnisseite darstellt und als „Cite-Ready“-Option, bei der der Link zur Ergebnisseite schon in ein zitierfertiges Format gebracht wurde (zum Beispiel für die Benutzung als Fußnote in einem Essay).

 

 

 

Ergebnisseite

 

Die generierte Ergebnisseite bildet den zweiten Teil des Omni-Source Generators.

 

Hier arbeiten wir mit einer Vorlage, in die das vom Nutzer eingebene Statement integriert wird. In einem generischen Text wird bestätigt, dass es sich bei der vom Nutzer eingegebenen Behauptung um eine wahre Aussage handelt. Das Institut gibt an, diese durch seine Forschung belegt zu haben. Es werden keine weiteren Quellen genannt.

 

Gibt der Nutzer in den Omni-Source Generator beispielsweise die Aussage…

„Cats are cuter than dogs!“

… ein, so lautet der Text auf der Ergebnisseite:

 

 

„Our researchers have concluded, that Cats are cuter than dogs! is true. This is based on very extensive research and interpretation of the knowledge already available. Several studies and experiments have led us to this result.“

 

Der Nutzer erhält die „Cite-Ready“ Quelle:

 

„Institute of Experts (Eds.)(2014). Cats are cuter than dogs!. Retieved from http://institute-of-experts.expert/verify.html?q=Cats%20are%20cuter%20than%20dogs!, on 2.12.2014.“

 

beziehungsweise die „Link-Only“ Variante:

„http://institute-of-experts.expert/verify.html?q=Cats%20are%20cuter%20than%20dogs!“

 

Um die Qualifikation des Instituts als Autorität zu verdeutlichen, nutzen wir das Vertrauen von Menschen in Prüfsiegel: Eine Liste von Emblemen mit inhaltsleeren Phrasen belegt die „Seriösität“ des Instituts ( siehe Abbildung 17, S.45).

 

Am unteren Ende der Seite bieten wir dem Besucher die Möglichkeit mehr Siegel nachzuladen: Dabei werden zufällig weitere Embleme eingefügt. Aufgrund der geringen Anzahl unterschiedlicher Motive, kommt es hier also absichtlich zu Wiederholungen. Jedes Mal, wenn der Nutzer sich für das Nachladen entscheidet, wird ein Verweis auf die anderen Werkzeuge des Instituts angezeigt. Das Nachladen funktioniert genau drei Mal bevor abgeblockt wird: Dies geschieht zusammen mit dem Hinweis, dass der Nutzer seine Zeit besser nutzen könnte, als der Seriösität der Quelle nachzugehen.

Zusätzlich verweisen wir auf der Ergebnisseite auf die Möglichkeit, sich selbst eine Aussage validieren zu lassen: Diese Verlinkung führt dann zur Generierungsseite.

 

 

3.2.2.4 Clip Essence Extractor

 

Der Clip Essence Extrator soll ebenfalls die übersättigte Aufmerksamkeitsspanne karikieren: Das Institut ist der Auffassung, dass selbst das leicht zugängliche, kurzweilige Medium Video im Durchschnitt noch viel zu zeitaufwändig ist. Eine weitere Komprimierung des Inhalts eines Videos ohne wesentlichen Informationsverlust sei erstrebenswert und wichtig. Der Clip Essence Extractor bietet für dieses „Problem“ auf Basis der Video-Plattform Youtube eine Lösung.

 

Der Nutzer wird gebeten, einen Youtube-Video-Link in das Formularfeld zu kopieren. Nach dem Bestätigen wird eine Anfrage an die Youtube Data API geschickt: Während die Antwort verarbeitet wird, zeigen wir dem Besucher eine kurze Ladesequenz („Please wait while our algorithms calculate!“) in Kombination mit einem Countdown, der von drei auf null herunterzählt. Bei null angekommen, wird ein Button mit der Aufschrift „Ready?“ an der Stelle des Countdowns angezeigt. Klickt der Nutzer nun auf diesen Button, so wird in einer schnellen Abfolge Folgendes für insgesamt sechs Sekunden angezeigt:

 

Zum Abschluss stellen wir dem Besucher eine Infografik zur Verfügung, in der die Zeit für das Benutzen des Werkzeugs mit der eigentlichen Länge des Videos verglichen wird. Wir errechnen zusätzlich, wieviele Expertise Injections man in der gesparten Zeit durch unsere Zusammenfassung nun machen könnte.

 

Gerade mit Hilfe des kurzweiligen Mediums des Online-Clips lässt sich das Verlangen nach immer komprimierteren Formen von Information und Entertainment einfach und deutlich übertreiben. Durch das Zusammenfassens eines Videos ohne das Analysieren von Inhalten verdeutlichen wir diesen Sachverhalt.

 

 

 

3.3 Persönliche Auseinandersetzung: Code Commentary

 

Unser Interesse für das Thema der Informationsaufnahme im Internet entsprang einer sehr persönlichen Motivation: Die Feststellung, dass auch wir Träger einer „Fakten ohne Quellen“-, „Gefährliches Halbwissen“- und „Ich hab’ mal etwas gelesen“-Attitüde sind. Wir haben nicht die Absicht, uns als Autoren vom Publikum des Projekts abzugrenzen.

 

Wir besitzen zwar Grundkenntnisse in CSS und HTML, diese werden aber für die Erstellung der Webseiten nicht ausreichen. Wir müssen uns selbst weiterbilden und das Internet als Informationmedium nutzen, um das Projekt umsetzen zu können.

 

Wir möchten unseren eigenen Lernprozess beim Erstellen der Webseiten nutzen, um unsere persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu dokumentieren: Daher war es uns wichtig, die Umsetzung nicht abzugeben, um uns damit selbst eine Problemstellung zu geben, die uns zur Auseinandersetzung mit der Informationsaufnahme im Internet zwingt.

 

Unseren Prozess wollen wir im Quellcode der Webseiten dokumentieren: Um eine Webseite im Browser ansehen zu können, schickt der Server, der die entsprechende Seite verwaltet, eine Kopie des Codes an den Browser des Nutzers, der diesen dann als Webseite darstellt. Das bedeutet also, dass jeder Nutzer den kompletten Aufbau der Webseite einsehen kann: Alles, was auf Nutzerseite passiert, kann im entsprechenden Modus oder mit dem entsprechenden Werkzeug verfolgt werden.42 Das einfachste Beispiel ist das Aufrufen des eigentlichen Skeletts der Webseite mit einem Rechtsklick und dem Auswählen von Quellcode anzeigen.

 

Es ist möglich, in diesem Code Kommentare zu hinterlassen, die den normalen Browserbetrieb nicht beeinflussen. Der Browser selbst ignoriert diese Anmerkungen, aber als Mensch kann man sie lesen.

 

Diese Kommentare im Code dienen dazu, unsere eigene Überforderung und Lösungsansätze festzuhalten. Dort zeigen wir offen und ehrlich, dass wir, als Ersteller und Gestalter der Werkzeuge, auch Texte überfliegen und Informationen nur oberflächlich aufnehmen.

 

Wie in einem Tagebuch listen wir im Code Datum und Uhrzeit und welche Probleme wir gerade bearbeiten. Wir geben auch Verweise zu den Menschen beziehungsweise Webseiten, die uns geholfen haben. Darüber hinaus fügen wir an den passenden Stellen ASCII-Bilder ein, um unsere Kommentare zu bebildern ( siehe Abbildung 19, S.50).

 

4 Gestalterische Umsetzung

4.1 Kommunikationsziel

 

Das Ziel unserer Gestaltung ist es das Institute of Experts auf den ersten Blick als modernes Institut zu präsentieren. Auf den zweiten Blick soll dem Betrachter jedoch klar werden, dass es sich um eine Persiflage handelt.

 

 

Abbildung 24:

Start-Schaltflächen“ der Werkzeuge beim Hover

Abbildung 25:

Icons für die Werkzeuge des Intituts im Flat-Design Stil.

von links: Clip Essence Extractor, Comment Constructor, Expertise Injector, Omni-Source Generator

Abbildung 26:

Beim Hover der Start-Schaltflächen der Werkzeuge werden abstrakt erklärende Gif-Animationen eingeblendet.

 

Bsp: Clip Essence Extractor (Auszug)

Abbildung 28:

Start-Screen der Hauptseite des Instituts

Abbildung 29:

Aufbau der Hauptseite des Institute of Experts (zeilenweise):

 

Start-Screen mit Einleitungssatz, Übersicht der Werkzeuge, Ansicht bei Hover einer Start-Schaltfläche,

Our Mission: Infografiken und Leitsätze aus dem Manifest des Institute of Experts,

About Us: Zertifikate des Institute of Experts,

Contact, Jobs, Focus Mode“ (Blendet alle Webseiteninhalte aus)

Abbildung 33:

Expertise Injector

 

Bedienung im Ablauf (zeilenweise):

 

Start-Screen mit Einleitungssatz,

Suchmaske erwartet einen englischsprachigen Begriff,

Ladescreens mit stimmungsvollen, aktivierenden Textanimationen, Vorbereitung des Users auf die folgenden Animationen

Parallele Text- und Bildanimationen zur gleichzeitigen Aufnahme (mittiges x als Fokuspunkt)

Präsentation des erlangten Zertifikats zum genutzten Begriff

Abbildung 34:

Nach Benutzung des Expertise Injectors erhält jeder Nutzer ein übertragbares Zertifikat als Bilddatei zum Download und Teilen in sozialen Netzwerken.

Abbildung 35:

Omni-Source Generator

 

Teil 1: Generierung (links)

Start-Screen mit Einleitungssatz,

Suchmaske erwartet eine Behauptung,

Präsentation eines Links zur Validierungs-Seite bzw. einer zitierfähigen Version für wissenschaftliche Arbeiten

 

Teil 2: Validierung (rechts)

Start-Screen mit Validierung der entsprechenden Behauptung,

folgend: Nachweise der Seriösität und Glaubwürdigkeit des Institute of Experts in Form von Gütesiegeln und Zertifikaten ohne Absender (zufällige Anordung, nachladbar)

Abbildung 36:

Clip Essence Extractor

 

Bedienung im Ablauf (zeilenweise):

 

Start-Screen mit Einleitungssatz,

Suchmaske erwartet einen Link zu einem youtube.com Clip,

Ladescreen mit Gif-Animation des Key-Visuals,

Blinkendes Einblenden von drei Video-Thumbnails in geringer Auflösung im Wechsel mit dem Titel des Videoclips und einer vorgegebenen Bewertung (Like/Dislike),

Präsentation einer Infografik, die die im Extractor verbrachte Zeit der Länge des vollen Clips gegenüberstellt

 

4.2. Medienwahl

 

Wir haben uns dafür entschieden, als Kommunikationsmedien für unser Institut Webseiten zu programmieren und zu gestalten, da wir uns mit dem Leseverhalten im Internet beschäftigen und unsere Persiflage im Ursprungsmedium zur Reflektion anregen soll.

 

Die Übertragung in ein anderes Medium, wie beispielsweise eine Printpublikation, haben wir nach Überlegungen ausgeschlossen.43 Das Nutzen eines anderen Mediums hätte uns viele Möglichkeiten genommen: Unsere Persiflage entsteht durch Übertreibung. Diese ist nicht so deutlich als solche zu erkennen, wenn sie in ein anderes Medium übertragen wird.

 

Wir können medientypische Elemente aufgreifen und Verhaltensweisen übertreiben. Zum Beispiel dadurch, dass wir in unseren Tools mit typischen Eingabefeldern – die auch bei Suchmaschinen vorkommen – arbeiten, fällt es dem Nutzer nicht schwer, unsere Kritik auf andere Webseiten mit einer Suchfunktion zu übertragen ( siehe Abbildung 32, S.59).

 

 

 

4.3 Gestaltungsparameter

 

Wir betrachten, wie andere Institute ihren Online-Auftritt gestalten. Dabei stellen wir für uns fest, dass die Webseiten anderer Institute oft auf Stockphotos zur Illustrierung zurückgreifen. Die Sprache ist dem Umfeld angepasst meist akademisch-nüchtern. Ähnliches lässt sich bei Betrachtung der Seitenlayouts feststellen: Sie sind zum großen Teil generisch. Häufig bedienen sie sich dekorativer Bildelemente, die komplett austauschbar sind und einen Ornamentcharakter besitzen. Auch die strikte, statische Verteilung des Inhaltes innerhalb der Seite unterstützt die Vermutung, dass diese Designs einem Baukasten entsprungen sind.44

 

 

 

4.3.1 Sprache

 

Die Webseiten des Institute of Experts sind konsequent in Englisch gehalten. Dies hat einerseits technische Gründe (Kompatibilität zu APIs anderer Dienste), ist aber vor allem auch dadurch begründet, dass der Großteil der Inhalte im Web in englischer Sprache verfasst sind.45 Dadurch können wir auf größere Informationsressourcen zurückgreifen und vergrößern die Gruppe potentieller Nutzer.

 

Die Sprache des Instituts ist so konzipiert, dass sie aktivierend und kommerziell wirkt. Durch inhaltlich redundante Texte möchten wir uns von dem sonst neutralen und wissenschaftlichen Ton anderer Institute distanzieren und unsere Persiflage deutlich machen.

Dadurch werden die Texte zu einem dekorativen Element, die dem Nutzer Schlagwörter liefern und dazu dienen, Seriösität und Professionalität vorzutäuschen.

 

Gezielt setzen wir Begriffe wie „Efficiency“, „Productivity“, „Focus“ und „Excellence“ als „Passpartout-Wörter“ 46 ein: Im Text nehmen wir ihnen ihre eigentliche Bedeutung und verwenden sie als Füllwörter zur Vermittlung eines Gefühls, das je nach Kontext bestimmt wird ( siehe Abbildung 31, S.58).

 

Wir wollen dem Nutzer mit den Texten eine Problemlösung anbieten ohne genau zu erklären, was das Problem ist. Es geht darum, den Nutzer zu einer Handlung zu aktivieren und sich einer Sprache zu bedienen, die auch im werblichen Bereich eingesetzt wird.47 Mit diesem kommerziellen Unterton möchten wir aufzeigen, dass das Institut eine Absicht verfolgt – es will seine Besucher in erster Linie zum Benutzen seiner Werkzeuge animieren und mit großen Worten von der eigentlichen Inhaltsleere seiner Texte ablenken.

 

Innerhalb der Texte des Manifests und auf den Seiten der Werkzeuge bieten wir dem Benutzer Tooltips an, die immer wieder kurze Textabschnitte mit Handlungsanweisungen beinhalten.

 

 

 

4.3.2 Animation & Interaktivität

 

Unser Kommunikationsziel soll durch das Erzeugen einer „Pseudo-Smartness“ unterstützt werden:

Die Seite reagiert sensibel auf die Eingaben des Nutzers und täuscht damit vor, diese im Hintergrund zu verarbeiten und speziell auf seine Bedürfnisse einzugehen, ohne dass wirklich komplexe Prozesse oder Analysen ablaufen.

 

 

Dazu verwenden wir die folgenden Techniken:

 

Durch die hohe Interaktivität und den übertriebenen Einsatz von Animationen soll dem Besucher der Eindruck entstehen, das Institut sei technisch auf dem aktuellsten Stand.

 

So besitzt beispielsweise jede Webseite einen Hintergrund, der auf den Mauszeiger des Nutzers reagiert. Ebenso kommen automatisch abspielende animierte Infografiken und AutoScroll-Funktionen54 zum Einsatz. Zahlreiche Elemente reagieren beim Überfahren mit der Maus und erzeugen Tooltips mit Handlungsanweisungen. Die Webseite bietet dem Nutzer damit kaum Gelegenheit, sich in Ruhe mit den Inhalten zu beschäftigen.

 

 

 

4.3.3 Layout

 

Bei den Layouts unserer Webseiten haben wir uns an aktuellen Onepage-Webseiten-Vorlagen orientiert. Wir arbeiten mit einer animierten Hintergrundebene über welche sich weiße Ebenen legen um den Inhalt vor dem bewegten Hintergrund zu beruhigen. Die dadurch entstehenden Textcontainer ziehen sich über die gesamte Breite des Browserfensters. Inhalte innerhalb der Container sind zentriert platziert ( siehe Abbildung 30, S.58).55

Die Navigation aller Webseiten befindet sich fest positioniert am oberen Rand des Browserfensters und nimmt auch die gesamte Breite ein. Beim Überfahren mit der Maus zeigen sich weitere Navigationselemente.

 

Jede Webseite des Instituts besitzt eine Einleitung, die aus einem animierten Text besteht, der den Nutzer auffordert, die Werkzeuge des Instituts zu benutzen oder Hinweise zu deren Benutzung gibt. Nachdem dieser Text eingeblendet wurde, scrollt der Bildschirmausschnitt nach unten und die eigentlichen Inhalte kommen zum Vorschein.

 

 

 

4.3.4 Bildwelt

 

Unsere Bildwelt soll unser Layout in seiner generischen Wirkung Unterstützen. Dabei haben wir uns entschieden wir uns, nachdem wir mit der Wirkung von Stockphotos experimentiert haben,56 mit Vektorgrafiken zu arbeiten. Diese Vektorgrafiken zeigen immer eine direkte Übersetzung dessen, was sie illustrieren sollen: Das bedeutet beispielsweise, dass wir die Intelligenz und die vernetzten Webseiten des Instituts mit einem Gehirn und einer Netzstruktur bebildern. Diese Art der direkten Übersetzung nimmt Bezug auf die oberflächliche Informationsaufnahme, indem die Abbildungen die wahrscheinlich allererste Assoziation des Benutzers zeigen.

 

Zusätzlich gestalten wir Gütesiegel, die dem Benutzer die Vertrauenswürdigkeit des Instituts verifizieren sollen. Diese doppeln in der Gestaltung ihre Aussage: So besteht das selbst erfundene Siegel „Powered by Electricity“ aus einem Stromkabel und einen Blitz.

 

Als Key Visual für das Institut gestalten wir ein 3D-Modell eines Gehirns, das sich aus einer Netzstruktur zusammensetzt, die durch Punkte verbunden wird.

Die Anwendung unseres Key-Visuals findet folgendermaßen statt:

 

Wir greifen die Netzwerkstruktur des Key Visuals als verbindendes Element in den Hintergründen aller Webseiten wieder auf.

 

Das Farbschema des Instituts besteht aus drei harmonischen Blautönen und der Kontrastfarbe weiß. Bei der Analyse der Webseiten von anderen Instituten fiel uns auf, dass blau fast überall vorzukommen scheint. Wir benutzen dabei ein sehr intensives blau im Kontrast mit einem helleren, abgeschwächten blau bei den Hintergrundanimationen. Somit ziehen diese eine große Aufmerksamkeit auf sich. Der dunkelste Blauton ersetzt das sonst geläufige schwarz als Textfarbe ( siehe Abbildung 20, S.52).

 

 

 

4.3.5 Typografie

 

Die Schriftebene soll den animierten Hintergründen einen ruhigen Kontrast gegenüber stellen. Die Typographie soll seriös und unaufgeregt wirken.

 

Wir entschieden uns für den Einsatz der Freight Text Pro im Schriftzug des Instituts, Fließtexten und Headlines. Ergänzend dazu verwenden wir die Source Sans Pro in ergänzenden Beschriftungen wie Tooltips und Eingabefeldern ( siehe Abbildung 20, S.52).

 

Die Texte laufen einspaltig zentriert. Ein großer Schriftgrad und angenehme Zeilenabstände sorgen für gute Lesbarkeit (siehe screenshot tooltips, buttons whatsoever).

 

 

 

 

4.4 Webdesign-Elemente

 

4.4.1 Hintergründe

  • Hauptseite

Das Keyvisual sitzt zu Beginn fast Bildschirmfüllend in weiß auf dem blauen Hintergrund. Erst beim Herunterscrollen verkleinert sich die Darstellung, sodass es am Ende der Webseite das Gehirn als solches erkennbar wird.

 

  • Werkzeuge

Bei den Werkzeugseiten kommen ebenfalls interaktive Hintergründe zum Einsatz: zweidimensionale Polygon- und Netzstrukturen bauen sich fließend auf und reagieren auf die Mausposition sowie die Mausbewegungen des Nutzers.

 

4.4.2 Navigation

Die Inhalte der Hauptseite sind alle auf einer Onepage-Webseite untergebracht. An der Oberkante des Browserfesters befindet sich das fest positionierte Ausklapp-Menü mit dem zentrierten Schriftzug des Instituts und den vier Punkten Tools, Mission, About und Contact. Diese Punkte werden erst beim Überfahren mit der Maus beziehungsweise beim Hereinscrollen in einen neuen Webseitenabschnitt ausgefahren und sind sonst nicht sichtbar. Das weiße Menü hebt sich stark vom intensiv blauen Hintergrund der Webseite ab.

 

Die Navigation der Werkzeugseiten des Instituts gestaltet sich ähnlich: Hier findet man neben dem Schriftzug des Instituts noch vier Icons für die Werkzeuge des Instituts. Beim Überfahren des Menüs mit der Maus vergrößern sich die Icons der Werkzeuge und erscheinen als rechteckige, blau hinterlegte Felder unterhalb des „Institute of Experts“ Schriftzugs.

 

4.4.3. Einleitungsanimation

  • Hauptseite

Der Besuch jeder Institut-Webseite beginnt mit der Animation eines einleitenden Satzes. Bei der Hauptseite lautet dieser:

„Use Our Tools for Maximum Efficiency“,

der in großer Typo auf einer Art Start-Screen angezeigt wird. Automatisch scrollt der Bildschirmausschnitt nach Abschluss der Animation nach unten auf eine Übersicht der Tools, während sich im Hintergrund das Keyvisual von rechts in die Bildmitte bewegt.

 

  • Werkzeuge

Wie bei der Hauptseite des Instituts findet auch bei den Werkzeugen eine Eingangsanimation statt, diese zeigt die folgenden Sätze:

Comment Constructor:

„Get Article. Construct Comment. Connect.“

Expertise Injector:

„Find Topic. Get Injection. Spread Expertise.“

Omni-Source Generator:

„Write Statement. Valid Source. Share.“

Clip Essence Analyser:

„Fetch Video. Show Essence. Save Time.“

 

 

4.4.4 Tooltips

  • Hauptseite

Die Tooltips auf der Institutseite nehmen die Form abstrahierter, rechteckiger Sprechblasen an, deren Pfeilspitzen auf die zu erklärenden Felder zeigen ( siehe Abbildung 20, S.52).

 

Auf der Institutsseite kommen diese zum Beispiel in der Werkzeug-Übersicht zum Einsatz. Hier erklärt der weiße, querformatige Tooltip die Funktionsweise eines Werkzeugs.

 

Zudem nutzen wir hellblau hinterlegte Tooltips, um beim Hover von In-Text-Links Aufforderungen zum Besuchen der Werkzeuge des Instituts anzuzeigen.

 

Neben dem Eingabefeld der Werkzeuge befindet sich ein Tooltip, der Anweisungen zur Interaktion mit dem Werkzeug gibt. Dieser ist für einige Sekunden sichtbar, wenn das Eingabefeld in den Viewport kommt, bevor er automatisch ausgeblendet wird. Der Tooltip ist hellblau die Schrift darauf weiß, er zeigt auf ein Fragezeichen-Icon im Eingabefeld. Diese Art von erklärenden Tooltips beschriftet alle Eingabefelder der Werkzeuge.

 

Macht der Nutzer eine falsche Eingabe, wechselt die Hintergrundfarbe des Tooltips zu einem dunkleren blau, um zu zeigen, dass ein Fehler aufgetreten ist.

 

4.4.5 „Start-Schaltflächen“ der Werkzeuge

  • Hauptseite

Die Werkzeuge werden in Anlehnung an die Oberfläche von Windows 8 als Kacheln dargestellt. Im Zentrum der Kacheln steht jeweils ein abstrakt beschreibendes Icon und unten links der Titel des jeweiligen Werkzeugs. Auf der Institutseite sind diese Kacheln in einem Raster direkt auf dem blauen Hintergrund platziert und daher zum Hervorheben weiß mit dunkelblauer Schrift ( siehe Abbildung 23 & 24, S.53).

Hovert man über die Flächen, so erscheint eine circa zehn Sekunden lange gif-Animation, die im Vektorstil eine stark abstrahierte Funktionsbeschreibung des Werkzeugs liefert.

 

Auf den Seiten der Werkzeuge sind die Schaltflächen im Menü mit dunkelblauem Hintergrund, weißer Schrift und Icons zu finden ( siehe Abbildung 22, S.53).

 

4.4.6 Eingabefelder

Nach der bereits erwähnten Einletungsanimation findet bei jedem Werkzeug eine kurze Scrollanimation statt, die am Ende das Eingabefeld fokussiert. Jedes Werkzeug besitzt ein großes, weißes und zentriert platziertes Eingabefeld, in welches der Nutzer jeweils einen Link, eine Aussage oder ein Thema eingeben kann. Jedes dieser Eingabefelder Besitzt einen Platzhaltertext, der angibt, welche Eingabe vom User erwartet wird. Dieser ist hellblau und verschwindet beim Klicken in das Feld. Am linken Rand innerhalb des Eingabefeldes befindet sich ein dunkelblaues Fragezeichen als Icon. Wenn der User dieses anklickt, öffnet sich der Tooltip wieder. In der rechten Ecke befindet sich das Icon einer Lupe, das beim Klicken die Nutzereingabe zur Weiterverarbeitung an externe Dienste gibt ( siehe Abbildung 20, S.52).

 

4.4.7 Ladescreens

Der Ladescreen, der während des Abrufens von Daten bei externen Anbietern angezeigt wird, erstreckt sich über die ganze Breite des Browserfensters. Auf weißem Hintergrund wird die Key-Visual-Animation in blau als Überbrückung angezeigt. Sie wird durch einen oder mehrere Sätze ergänzt, die eine Stimmung für das kommende Ergebnis erzeugen sollen ( siehe Abbildungen 32f., S.59ff.).

 

„Please wait while we calculate. (Please wait while we fake things).“

„Please wait while things are being calculated! With Great Expertise comes Great Responsibility! Get ready for your Expertise Injection!“

Beim Omni-Source Generator gibt es keinen Ladebildschirm, da die Ladezeit sehr kurz (wenige Sekunden) ist.

„Please wait while while our algorithms calculate!“

 

4.4.8 Infografiken

Die Infografiken auf der Hauptseite des Instituts bestehen aus animierten Farbflächen. Die Animationen werden ausgelöst, sobald der User mit dem Viewport die Position der Infografik erreicht. Diese Infografiken besitzen keine oder nur redundante Beschriftungen ( siehe Abbildung 31, S.58).

5 Fazit

In unserer Recherche hat sich ein Großteil unserer Wahrnehmung bestätigt: Das Informationsverhalten im Internet besteht aus dem Querlesen von Texten – oft wird der Inhalt eines Textes vom Nutzer nur zu geringen Teilen aufgenommen. Zusätzlich zu unseren Ausgangsvermutungen zeigte sich, dass der Nutzer Inhalte kommentiert und weiter verbreitet, ohne diese gelesen zu haben. Er generiert sich eine Meinung, indem er nur Schlagwörter aus dem Text und Kommentare von anderen Nutzer aufnimmt. Dies passiert meist unterbewusst und basiert auf einer Überforderung beim Filtern von Informationen ( siehe 2.3 Beurteilung von Informationen im Internet, S.12).

 

Die Informationsaufnahme ist daher mit der Verbreitung von Informationen verknüpft. Es zeigt sich, dass nicht die gut recherchierten und relevanten Inhalte geteilt werden, sondern der Nutzer dazu neigt, kurzweilige Inhalte zu konsumieren und verbreiten. Bei der Aufmerksamkeitsspanne des Menschen fanden wir einen anhaltenden Abwärtstrend, der sein Maximum noch nicht erreicht hat. Daran zeigt sich eine hohe gesellschaftliche Relevanz des Themas, auf das reagiert werden muss.

 

Für uns als Kommunikationsdesigner ergab sich aus der Beschäftigung mit dem Thema die Frage, wie man Informationen heute komprimieren und aufbereiten muss, um seine Zielgruppe zu erreichen. Das Zusammenfassen und Aufbereiten von Informationen ist ein aufwändiger Prozess, wenn man Inhalten gerecht werden will. Dabei nehmen Gestalter die Rolle eines Kurators ein, der Informationen im eigenem Ermessen nach Wichtigkeit zusammenstellt. Die immer kürzere Aufmerksamkeitsspanne ist etwas, worauf wir als Designer eingehen müssen und etwas, neben der Präsentation von Inhalten in Listen und Infografiken, nach neuen Lösungsansätzen verlangt. Es bleibt jedoch zu bedenken, dass nicht jeder Inhalt unbegrenzt zusammengefasst werden kann. Es gibt Themen, die in einem größeren Zusammenhang betrachtet werden müssen – Der zweite Weltkrieg lässt sich nicht angemessen in der Länge eines Tweets zusammenfassen. Dies ist nur zu bewältigen, wenn man einen ganz klaren, persönlichen Schwerpunkt setzt. Es stellt sich hierbei die Frage, inwiefern man dann aber des Themas gerecht wird.

 

 

 

5.1 Stärken des Konzepts

 

Die Umsetzung des Themas als interaktive Persiflage war der Versuch, auf die kurze Aufmerksamkeitsspanne des Nutzers einzugehen. Wir stellen fest, dass wir es schaffen, bei den Nutzern der Werkzeuge ein Interesse für unserer Thema zu wecken. Dadurch, dass wir live Inhalte generieren, die der Nutzer selbst beeinflussen kann, produzieren wir absurde Ergebnisse, die die Aufmerksamkeit des Nutzers auf sich ziehen. Dabei geht es nicht darum den Nutzer umzuerziehen oder ihn anzugreifen sondern ihm ein Bewusstsein für sein Informationsverhalten zu geben.

 

Zum Beispiel ist die Wirkung des Comment Constructors besonders eindringlich, wenn die Kommentare extreme und radikale Standpunkte vertreten oder durch die automatische Generierung eine Gegenüberstellung widersprüchlicher Aussagen entsteht.

 

Der Entschluss, die Programmierung der Webseiten selbst zu übernehmen, um uns auch selbst zur Reflektion anzuregen, führte dazu, dass wir das Thema sehr stark verinnerlicht haben. Durch das Dokumentieren unserer Erfahrungen im Quellcode machen wir unser Informationsverhalten für Andere sichtbar. Damit zeigen wir, dass wir ebenfalls Teil des Phänomens sind. Viele Arbeitsschritte sind auf diese Weise dokumentiert, wodurch man als Aussenstehender die Grenzen einer reflektierten Informationsaufnahme erkennen kann – gerade wenn zeitlicher Druck herrscht oder die Frustration zu groß wird.

 

 

 

5.2 Schwächen des Konzepts

 

Die Eingaben des Nutzers werden in den Werkzeugen, wie zum Beispiel beim Omni-Source Generator, ohne inhaltliche Überprüfung weiterverarbeitet: Es entsteht die Chance ein moralisches Problem zu erzeugen. Dadurch, dass dieses Werkzeug jede Aussage validiert kann damit auch Missbrauch betrieben werden – der Omni-Source Generator kann zur Validierung unethischer Aussagen benutzt werden.

 

Ebenso ist es beim Comment Constructor – er generiert einen Kommentar und greift einzelne Wörter aus einem Artikel heraus und setzt sie in Textbausteine ein. So können auch hier unethische Aussagen generiert werden, beispielsweise wenn der genutzte Artikel über ein negativ-konnotiertes Thema berichtet: Unabhängig von der eigentlichen Aussage oder Absicht des Artikel wird auf Basis des Themas immer ein negativer Kommentar generiert. Der anfängliche „Schockmoment“ 57, der dabei entstehen könnte, erzeugt zwar Aufmerksamkeit und zeigt deutlich an, dass es sich um eine Persiflage handelt, bietet aber auch Raum für Kritik.

 

Zusätzlich lässt sich kritisieren, dass ohne genaue Erklärung der Motivation des Institute of Experts die Persiflage falsch verstanden werden kann. Gerade in Betracht der kurzen Aufmerksamkeitsspanne des Nutzers laufen unsere Werkzeuge Gefahr, als hilfreiche Webseiten missverstanden zu werden. Trotz unserer Bemühungen, die Persiflage als solche erkenntlich zu machen, lässt sich dieses Missverständniss nicht zu 100% ausschließen.

 

Dadurch, dass wir unser Wissen in HTML, CSS und JavaScript während der Umsetzung unserer Bachelor-Thesis erlangt haben, konnten wir innerhalb der drei Monate, die uns zur Bearbeitung der Thesis zur Verfügung standen, noch keine zufriedenstellende Lösung zur Browser und Geräte unabhängigen Umsetzung der Webseiten erarbeiten. Dies ist eine Bestrebung, die wir über unsere Thesis hinaus umsetzen möchten.

 

 

5.3 Persönliches Fazit

 

Das selbstständige Umsetzen der Webseiten hat dazu geführt, dass wir an vielen Stellen unsere Konzeption immer wieder neu hinterfragt haben. Je mehr Wissen und Information wir über die Existenz und Funktionsweise von Technik erarbeitet hatten, desto Größer wurden unsere Möglichkeiten, bei der Erstellung neuer Werkzeuge. Somit wurde die Konzeption dieser Werkzeuge von uns immer wieder grundlegend in Frage gestellt und neu programmiert.

 

Auch die Gestaltung der Webseiten verlief anders, als bei der Erstellung einer Arbeit in einer uns bekannten Technik. Wir gingen von Funktionsweisen und Effekte aus ( siehe A.4.3 Ein Blick auf die aktuelle „Template“-Gestaltung, S.109), da deren Wirkung für die richtige Wahrnehmung unserer Wekzeuge entscheidend waren. Diese Arbeitsweise hatte direkten Einfluss auf die gestalterische Umsetzung der Webseite, denn so lag der Fokus stärker auf der Ausgestaltung der Interaktion des Nutzers mit der Webseite, als auf dem Grafik- und Corporate Design.

 

Trotz der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema auf persönlicher Ebene können wir jedoch noch immer feststellen, dass wir Texte querlesen. Wir haben nun allerdings ein gesteigertes Bewusstsein dafür erlangt und hinterfragen wesentlich häufiger Quellen. Je nach Dringlichkeit und Zeitdruck, so können wir feststellen, gestaltet es sich zunehmend schwieriger, eben nicht auf ein schnelles Überfliegen von Texten zu hereinzufallen oder sich damit zu beruhigen, dass man durch ein gesetzes Lesezeichen zu einem späteren Zeitpunkt die Information richtig aufarbeiten wird.

 

Das sehr intensive Beschäftigen mit der Programmierung im Browser hat uns schnell eigene Erfolge wahrnehmen lassen, uns aber gleichzeitig deutlich gemacht, dass es beim Aneignen von Informationen und Wissen bestimmte Hürden gibt, die sich nur durch eine sehr ausführliche, intensive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema überwinden lassen. Man erreicht schnell ein „Anfänger-Niveau“, jedoch bedarf das Erlangen des Niveaus eines Fortgeschrittenen, das größere Zusammenhänge erkennen lässt, meist eine langwierige Informationsaufnahme zu einem Thema und die Auseinandersetzung mit diesen.

 

Wir sehen eine mögliche Tendenz, dass man durch die übersättigte Aufmerksamkeit eher dazu neigt, nicht nach der Wahrheit, sondern nach einer Validierung eines bereits feststehende Gedanken zu suchen. Gerade durch den Sachverhalt, dass das Internet eine heterogene Gruppe von Menschen beherbergt, findet man hier schnell Personen, die Ähnliches wie man selbst denken.

 

 

6 Ausblick

Das Institute of Experts bietet mit seiner vorläufigen Form einige Ansatzpunkte zur Erweiterung und Entwicklung:

 

Wir sehen noch Potential für das Konzipieren weiterer Wekzeuge. In der aktuellen Entwicklung befindet sich der Web-Competence Analyser. Das Konzept für dieses Tool ist es, einen Selbsttest für den Nutzer zu erstellen. Dieser Bewertet durch das Addieren und Substrahieren von Punkten, wie der Nutzer den Inhalt eines Artikels betrachtet. Dem Besucher werden nun je nach Fokussierung Punkte vergeben. Beispielsweise wird das Lesen des eigentlichen Artikeltexte mit Punktabzügen bestraft, während das Betrachten von Bildern, Kommentaren und Überschriften mit Punkten belohnt wird.

 

Zusätzlich könnte man an einem Text-Analyse-Algorithmus arbeiten, der Eingaben von Nutzern des Omni-Source Generators bewertet. Damit könnte man das Validieren ethisch fragwürdiger Aussagen verhindern. Die Eingaben würden zwar verarbeitet werden, das Ergebnis könnte den Benutzer dann jedoch direkt mit seiner problematischen Ansicht konfrontieren.

 

Für ein Ausstellungskozept haben wir die Erstellung eines Expertisers als Installation geplant. Ein circa Fotoautomaten großes Objekt, das durch einen Vorhang betreten werden kann. An der Außenseite ist ein Display angebracht, auf dem angezeigt wird, wieviele Menschen den Expertiser schon benutzt haben und somit zum Experten geworden sind. Der Nutzer tritt durch den Vorhang vor einen Bildschirm und kann nun mit dem Expertise Injector interagieren. Nach abgeschlossener „Injektion der Expertise“ bekommt der Benutzer das Zertifikat, das normalerweise nur zum Download auf der Webseite des Instituts bereitsteht, automatisch ausgedruckt. Der Drucker befindet sich hinter einer Abdeckung oberhalb des Bildschirms; durch einen Schlitz wird das Zertifikat dem Nutzer „überreicht“. Während der Drucker das Zertifikat fertigstellt, wird der Benutzer mit Konfetti überstreut. Dieses Konfetti kommt aus einer Öffnung über dem Kopf des Nutzers. Aus einem zylindrischen Behälter wird mit Hilfe von starken Lüftern dieses Konfetti in ein Rohr geblasen, das überhalb des Benutzers des Expertisers endet. Bevor der Nutzer den Expertiser verlässt, erhöht sich der Zähler an der Außenseite um 1.

 

 

7 Abbildungsverzeichnis

8 Literatur-verzeichnis

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A. Anhang

 

 

A.1 Weitere Recherche

 

A.1.1 Satire, Parodie und Persiflage als Mittel zur Irritation

 

Unsere Recherche hat ergeben, dass es keinen Mangel an relevanten Informationen gibt: Viel mehr ist es das Verhalten vom Nutzer selbst, das die Aufnahme und Verarbeitung von diesen in großen Teilen beeinflusst.

 

Wir sehen daher folgende Konsequenz: Ein reines Aufbereiten von Informationen unserer Erkenntnisse in Form einer Webseite wäre ein Widerspruch, der nicht funktionieren würde. Wir haben erarbeitet, dass wir einen Weg finden müssen, der den Nutzer mit seiner eigenen Trägheit und Routine konfrontiert, aber trotzdem innerhalb der kurzen Aufmerksamkeitsspanne des Nutzers agiert.

 

Wir betrachten Satire und Persiflage als Medium. Anhand von Beispielen zeigen wir Ansatzpunkte auf, die wir im weiteren Verlauf nutzen möchten.

 

A.1.1.1 The Yes Men

 

Die Yes Men sind eine Gruppe politischer Künstler, die Mittel des Kommunikationsguerilla nutzen, um auf Missstände in der Welt hinzuweisen. Insbesondere nutzen sie ihre Energien dazu, um Korruption und die damit verbundene Täuschung der Öffentlichkeit aufzudecken.58, 59

 

Im Jahr 2004 gaben sie sich als PR-Angestellte der Firma Dow Chemical aus, um auf die Umweltkatastrophe in Bhopal60 und deren schwerwiegende Folgen für die dortige Bevölkerung hinzuweisen. Diese Entschuldigung wurde von mehreren Nachrichtensendern als wahr übernommen: BBC World schaltete sogar ein Live-Interview mit dem vermeintlichen Sprecher von der Firma.61 Die Yes Men versprachen im Namen von Dow Chemical Entschädigungszahlungen mit Verweis auf den großen Jahresprofit der Firma im damaligen Jahr. Durch diese Aktion war Dow Chemical dazu gezwungen, die angekündigten Zahlungen öffentlich als falsch zu widerlegen: Ihr Versagen in Indien wurde dadurch aber erst recht publik gemacht.62

 

Ein weiterer, sehr öffentlichkeitswirksamer Coup der Gruppe war das Auftreten als Mitarbeiter der Handelsorganisation WTO: Durch das Imitieren der echten Webseite63 der Organisation wurden die Yes Men auf mehrere Wirtschafts- und Handelskonferenzen eingeladen, um Vorträge als Experten der WTO zu halten. In ihrer Präsentation trieben sie das neoliberal-kapitalistische Ideal vom skrupellosen Profit auf die Spitze, karikierten die Nutzung von Menschen als Resource und sprachen sich im Namen der WTO für die totale Überwachung der eigenen Angestellten aus.64, 65

 

 

A.1.1.2 Guns4Kids

 

Guns4Kids66 ( siehe Abbildung 37, S.89) ist eine Satire-Webseite, die sich als karitative Organisation ausgibt. Ihre Agenda besagt, dass Kinder schon so früh wie möglich Zugang zu Waffen erhalten sollten um sich selbst besser verteidigen zu können. Die Webseite ist als Reaktion auf die aggressive Marketingstrategie der amerikanischen National Rifle Association (NRA) entstanden, die sich insbesondere auf das Anwerben und Binden einer jüngeren Zielgruppe fokussiert hat.67

 

Ein Video des NRA Kommentators Billy Johnson erzeugte in diesem Kontext Kontroversität: Er spricht sich für das Einführen von Waffen als Schulfach aus, das auch benotet werden soll. Seiner Begründung nach handelt es sich beim Besitzen einer Waffe nicht nur um ein amerikanisches Grundrecht, sondern auch um ein gesellschaftliches Bedürfnis.68, 69 Guns4Kids bindet Johnsons Video70 direkt in die eigene Webseite ein, zitiert weitere echte Aussagen der NRA71 und nutzt echte Logos weiterer Organisationen, die mit der NRA in Verbindung stehen, beispielsweise Embleme real existierender, bundesstaatenspezifischer Gruppen, die sich für ein offenes Tragen von Waffen einsetzen (California Open Carry).72

 

Da die Domain der Webseite über einen Anonymisierungsservice angemeldet wurde,73 lässt sich ein direkter Autor nicht feststellen. Es liegt jedoch die Vermutung nahe, dass die Webseite in Verbindung zum National Report steht: Diese Webseite, die auch Satire in Form von gefälschten Nachrichten publiziert,74 war eine der ersten Webseiten, die über guns4kids.org berichtet hat.75 Guns4Kids gibt sich aber erst als Satire zu erkennen, wenn man der Organisation Geld spenden möchte ( siehe Abbildung 38, S.89). Nach Bestätigen findet man einen Hinweis auf den wahren Charakter in Form eines Disclaimers.76

A.1.1.3 Kickstriker

 

Kickstriker77 ( siehe Abbildung 39, S.91) ist eine Parodie der Crowdfunding-Plattform Kickstarter: Anstatt „normale“ Projekte zu unterstützen, wird hier dem Besucher die Möglichkeit eröffnet, Militär, Terroristen und deren Verbände bei ihrem „Aktivismus“ zu unterstützen. Konzipiert wurde Kickstriker von James Borda, Josh Begley und Mehan Jayasuriya, Design-Studenten der New York University, im Jahr 2012.78

 

Ein Hinweis auf den Satire-Charakter von Kickstriker lässt sich auf der „Über Uns“-Seite finden: Die Idee, dass es sich hierbei um eine Parodie handelt, erschließt sich aber nur Menschen, die die Ironie innerhalb des Textes verstehen. Es lässt sich also vermuten, dass der sarkastische Unterton einigen Besuchern nicht zugänglich ist.79

 

Die Idee, Crowdfunding als echte Strategie für die eigene Militarisierung zu nutzen, ist in mehreren Fällen sogar schon Realität geworden: In der Ukraine unterstützten traditional-nationalistische Bürger im Juni 2014 eine Kampagne um die eigene Armee mit einer Drone auszustatten, die die Grenze zu Russland überwachen soll.80 Im Monat darauf nutzte ein israelischer Soldat die Plattform Crowdtilt, um neue Waffen für sein Battalion zu sammeln.81

 

 

 

A.1.1.4 Erkenntnisse der Recherche

 

Für uns erschließen sich aus den genannten Beispielen folgende Ideen:

Alle gezeigten Beispiele orientieren, beziehungsweise orientierten sich am Ist-Zustand und zeigen auf, was passieren könnte, wenn man einer bestimmten Idee konsequent folgen würde. Diese makarbere Darstellung mag im ersten Moment überzogen wirken, aber danach wird deutlich, dass das Gezeigte wirklich Realität werden könnte. Die Arbeiten funktionieren, weil sie die Konzepte, mit denen sie sich auseinandersetzen, dekonstruieren um ihren wahren Kern aufzuzeigen.

  • The Yes Men:

Uneingeschränkter Kapitalismus reduziert den Menschen zu einer Wegwerf-Ressource.

  • Guns4Kids:

Der Lobbyismus der Waffenindustrie gepaart mit einem sehr konservativ-amerikanischen Weltbild führt zu einer absurden Idee der Selbstverteidigung.

  • Kickstriker:

Crowdfunding ohne moralische Basis resultiert in einer pragmatischen, missbrauchenden Auslegung des Konzepts.

 

 

 

 

A.1.2 Expertentum

Angelehnt an das Vertrauen auf die Meinung von Experten, wollen wir untersuchen, wie man Expertentum definieren kann.

 

Definition: „Was ist ein Experte?“

Ein Experte (latein, „expertus“; „erprobt, zeitbewährt“) ist eine Person, die einen großen Fundus an Wissen, Erfahrungen und Prestige in einem Spezialbereich oder Beruf gesammelt hat. Der Experte wird von seinen Kollegen und der Öffentlichkeit als solcher anerkannt.

 

Das Konzept eines Expertens ist jedoch nicht auf den akademischen Bereich beschränkt: Ein Hobbygärtner, der seit 20 Jahren verschiedene Arten von Tomaten züchtet, hat ein besonderes Verständnis für diese Pflanzenart: Man könnte von einem „Tomatenexperten“ sprechen.

 

Der allgemeine Konsens geht davon aus, dass man einen Experten als vertrauenswürdige Quelle behandeln kann, insbesondere wenn man selbst wenig bis gar kein Wissen über ein gewisses Fachgebiet hat. Je nach Fachbereich ist Expertise durch Zeugnisse und Zertifikate von anerkannten Authoritäten nachweisbar.

 

 

 

Wie wird eine Person zum Experten?

 

Chi, Glaser & Fahr (1988)82 untersuchten, welche Charakterzüge eine Expert im Vergleich zu einem durchschnittlichen Menschen aufweist:

 

 

 

Glaser (1996)83 entwickelte darauf basierend ein Drei-Stufen-System und beschreibt, wie ein Anfänger zum Experten wird:

1. Externe Unterstützung:

Eltern, Lehrer und Trainer schaffen ein Lernumfeld, geben Inhalte und Methoden vor

2. Übergangsphase:

Externe Unterstützung wird seltener benötigt, die Kriterien zum Erreichen des Expertentums werden vom Schüler selbst erkannt

3. Selbstregulierende Phase:

Der angehende Experte ist nicht mehr auf externe Hilfe angewiesen

 

 

Schumacher & Czerwinski84 stellten im Jahr 1992 ein ähnliches Modell auf:

1. Vor-Theoretische Stufe:

Beim Kennenlernen eines neues Bereichs beginnt man nach Parallelen und Gemeinsamkeiten mit anderen Bereichen zu suchen, um bereits Gelerntes oberflächlich zu ordnen

2. Empirische Stufe:

Durch die Beschäftigung mit neuen Informationen versucht man Analogien zu finden um den Bereich abstrahieren zu können: Dies führt zu einem besseren Verständnis und lässt erste, einfache Einschätzungen und Reaktionen zu.

3. Experten-Stufe:

Man ist fähig, Wissen über mehrere Bereiche zu transferieren und zu abstrahieren, was zu einem konkreten Zuwachs an Wissen führt

 

Wir stellen also fest: Expertise scheint also auf der Fähigkeit zu basieren, effektiv Probleme zu lösen, aber auch zur gleichen Zeit ein hohes Niveau und Leistung halten zu können.

 

 

 

Kann man Expertise auf andere Menschen übertragen?

 

Gruber & Mandl (1995) deckten auf, dass das Ausstatten von Anfänger mit Experten-Wissen diese nicht zu Experten macht. Sie schlussfolgerten, dass Expertise nicht nur eine sehr strukturierte Sammlung an Wissen ist, sondern auch praktische Erfahrung als Basis braucht.85

 

 

 

Kritik am Begriff „Experte“

 

Menschen begegnen dem Begriff Experten mit Skepsis, wenn a) das Wissen eines Menschens sich auf einen eher trivialen Kontext bezieht („Tapeten-Experte“) oder b) das Wissen auf eine außergewöhnliche Situation, die viel Aufmerksamkeit generiert hat, bezieht („Fukushima-Experte“).86

 

Ein weiteres Phänomen ist die inflationäre Benutzung des Begriffs in den deutschen Medien: Jeder Journalist oder Autor, der zu einem bestimmten, gerade aktuellem Thema befragt wird, erreicht automatisch Expertenstatus – unabhängig davon, wie involviert die besagte Person eigentlich ist. Ein Beispiel für dieses absurde Verhalten lässt sich anhand des Massenattentats in Oslo im Jahr 2011 aufzeigen: Mehrere deutsche Zeitungen (darunter auch Spiegel Online87) verließen sich auf ihre „Terrorexperten“ um über die Motive des Täters zu spekulieren, ohne sich dabei auf konkrete Fakten zu stützen.88

 

 

 

Warum braucht man Experten?

 

Man könnte argumentieren, dass Experten gebraucht werden um ein wirtschaftliches, soziales und/oder legales System zu unterhalten, da eine einzelne Person niemals in der Lage ist, jeden Aspekt einer komplexen Situation komplett zu überblicken.

Ein Beispiel, dass diese Annahme unterstützt, ist das Anhören von Sachverständigern im Gerichtssaal. Ihre Aufgabe ist es, dem Richter eine Basis zur Einschätzung einer Situation zu geben, die sie ihm durch ihr Wissen zu vermitteln versuchen.89

 

A.2 Verworfene Konzepte

 

Im folgenden Teil möchten wir darstellen, welche Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten wir uns im Laufe unserer Thesis überlegt, aber letztendlich dann gegen deren Einsatz oder Realisierung entschieden haben.

 

 

A.2.1 Das Institut im realen Raum agieren lassen

 

Inspiriert von Kommunikationsguerilla-Methoden haben wir überlegt, auch im öffentlichen Raum zu agieren. Das Überplakatieren von Kino-Postern mit einer kurzen Beschreibung vom Film oder das Nennen von der wichtigsten Seite eines Buches als eingelegter Flyer waren zwei Überlegungen.

 

Verworfen wurde dieser Ansatz, da wir uns strikt im digitalen Raum bewegen wollen: Dies soll verhindern, dass wir uns zu weit von unserem eigentlichen Ansatz (Leseverhalten und Informationsverarbeitung im Internet) distanzieren und diesen dadurch verwässern.

 

 

 

A.2.2 Werkzeuge aus dem Bereich der Popkultur

 

Beim Konzeptionieren unserer Werkzeuge experimentieren wir mit der Idee, dass das Institut eine Webseite zur Verfügung stellen könnte, welche den Nutzer mit Informationen aus der aktuellen Popkultur versorgt: Das Anzeigen einer Meinungsempfehlung, ob man einen Film mag oder eine sehr knappe Zusammenfassung eines Buches, kombiniert mit einigen Triviafakten, um im Gespräch informiert wirken zu können.

 

Wir haben uns gegen diese Idee entschieden, weil hier das Erstellen einer treffenden Persiflage kaum möglich gewesen wäre. Eine Übertreibung wäre nicht deutlich genug gewesen, da Services in dieser Richtung bereits existieren. Der Wunsch nach der prägnanten, komprimierten Informationsmenge ist eine Nische, die bereits bedient wird: Es gibt bereits Anbieter, die das Zusammenfassen von Artikeln zur Verfügung stellen, auch als mobile App.90 Darüber hinaus gibt Review- und Empfehlungenseiten für jede Kategorie, insbesondere wenn es um Popkultur geht (Metacritic91, Rotten Tomatoes92).

 

Browser-Erweiterungen, die auf Wunsch zusätzliche Informationen basierend auf der gerade besuchten Seite anzeigen, sind auch vielzählig anzutreffen: Vom automatischen Preisvergleich eines Produkts auf mehreren Portalen,93 bis zum Anzeigen einer Infobox mit Daten aus Wikipedia ist bereits alles vorhanden.94

 

Wir stellen also fest, dass wir uns bereits jetzt auf einem erhöhtem Level befinden: Der Nutzer gibt gerne Verantwortung ab und ist bereit, sich auf externe Services zu verlassen.

 

 

A.3 Verworfene Gestaltungsansätze

 

A.3.1 Anfängliche Idee zur Bildwelt: Stockphotos

 

Als Konsequenz unserer Konkurrenzanalyse stellen wir fest, dass die Webseiten anderer Institute oft auf Stockphotos zur Illustrierung zurückgreifen. Die Sprache ist dem Umfeld angepasst sehr akademisch-nüchtern. Ähnliches lässt sich bei Betrachtung der Seitenlayouts feststellen: Sie sind zum großen Teil generisch. Es gibt dekorative Elemente, die komplett austauschbar sind und einen Ornamentcharakter besitzen. Auch die strikte, statische Verteilung des Inhaltes innerhalb der Seite unterstützt die Assoziation, dass diese Designs einem Baukasten entsprungen ist.

 

Einer unserer ersten Ansätze war die Idee, die generische Optik der Institute durch die Verwendung von Stockphotos aufzugreifen. Wir wollten diese so zu animieren, dass ein 3D-Eindruck entsteht. Diese Pseudo-3D-Optik fanden wir sehr gut dafür geeignet, eine Bildwelt zu erzeugen, die sowohl generisch wie auch absurd ist.

 

Konzentriert haben wir uns dabei auf zwei Stereotypen – Lifestyle und Wissenschaft – um auch bei der Auswahl der Motive eine inhaltliche Leere zu erzeugen: Die sportliche Joggerin sagt ebenso wenig über die Werkzeuge des Instituts aus, wie der Laborkittel tragende Mann, der gerade einen Erlenmeyerkolben hält. Wir wollten somit auf Klischee-Bilder eingehen, die Menschen von einem erfüllten Leben und der Arbeit eines Instituts haben.

 

Darüber hinaus haben die meisten Stockphotos ein Wasserzeichen, um sie vor unerlaubtem Gebrauch zu schützen. Bei unserer Recherche nach geeignetem Bildmaterial auf iStockphotos95 kamen wir auf die Idee, deren Wasserzeichen als gestalterisches Element zu übernehmen.

 

Beim Versuch, den Stockphotos und dem Institut einen einheitlichen Charakter sowie übergreifende Linie zu geben, die sowohl die Hauptseite als auch die Werkzeuge umspannt, scheiterten wir an der unterschiedlichen Qualität, Farbigkeit und Motivwahl. Selbst das Verwenden von Stockphotos eines einzelnen Photographens oder eines Stils konnte keine Einheitlichkeit erzeugen. Die Animationen waren zu dominant und bunt für eine übergreifende, passend einsetzbare Bildwelt.

 

Da wir die absurde Wirkung der animierten Stockphotos allerdings sehr reizvoll fanden, versuchten wir in einem Image-Film diese Ästhetik aufzugreifen. Auch hier wurde uns nach einigen Versuchen klar, dass der Film zwar kurzweilig und humorvoll war, aber nicht zu einer übergreifenden Gestaltung aller Bestandteile des Instituts beitragen konnte.

 

 

 

A.4 Recherche für die Gestaltung

 

 

A.4.1 Ein Blick auf die Werbesprache von Apple

 

Die Inhaltsleere von werblichen Texten wurde uns besonders bei einem Blick auf die Homepage von Apple bewusst. Mit Sätzen wie „Bigger than bigger“ 96 zur Bewerbung des neuen iPhone 6 ( siehe Abbildung 40 & 41, S.101) werden hier Überschriften mit einer fast schon sarkastischen Inhaltsleere eingesetzt. Nach der Keynote Presentationen des ipad mini97 wurde die Sprache von Apple in den Medien kritisiert. Im Sekundentakt tauchten in dieser Presentation Worte wie „awesome“ und „fantastic“ auf und verlieren damit ihr eigentliches Gewicht. In dem Artikel „Dieser Text ist unglaublich großartig“ geht Patrick Beuth darauf ein wie Apple seine Kunden bevormundet. Er kritisiert, das Benutzen von Superlativen und Floskeln sei:

 

„...der Versuch, die Nutzer für dumm zu verkaufen. Dahinter steckt die Überzeugung, dass man etwas nur oft genug sagen muss. Irgendwann werden es die Menschen schon glauben.“ 98

 

Diese Art, Wörter durch Wiederholung ihrer Beudeutung zu berauben, nutzen wir für die Textgestaltung des Institute of Experts.

 

 

 

A.4.2 Ein Blick auf auf die Gestaltung anderer Institute

 

An dieser Stelle untersuchen wir die Gestaltung einiger realen Institute. Zuerst geben wir einen Überblick, welchen Zweck die Institute verfolgen und in welchen Bereichen sie arbeiten.

 

 

 

A.4.2.1 Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte

 

Das „Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte“ hat seinen Sitz in Frankfurt am Main und widmet sich seit 1994 der Erforschung der europäischen Rechtsgeschichte. Es ist insbesondere für seine umfangreiche Bibliothek bekannt.99

 

Die Institut-Webseite ist fünf-spaltig aufgebaut ( siehe Abbildung 42, S.105). Das Farbschema setzt sich aus Blautönen als Akzent, Hellgrau als Hintergundfarbe für Textblöcke und schwarz als Textfarbe zusammen. Typographisch wird vermehrt eine Groteske eingesetzt, eine Antiqua lässt sich nur im Logoschriftzug wiederfinden. Die Navigation befindet sich am linken Rand des Layouts und jeder Navigationspunkt umfasst eine eigene Zeile, die mit einem Blauton hinterlegt ist. Der Haupthintergrund ist weiß, auf dem das Layout mittig zentriert sitzt. Es werden zahlreiche Photos gezeigt und bei komplexeren Themen auf Infogramme zurückgegriffen. Die Webseite wirkt unserer Meinung nach technisch und funktionell. Für die Generierung der Seite wurde das Content-Management-System CONTENS100 genutzt. Diese Tatsache lässt sich im HTML-Code der Seite nachlesen.

 

 

 

A.4.2.2 Institut français Deutschland

 

Das „Institut français Deutschland“ ist ein Verein, der alle französischen Kultureinrichtungen in Deutschland verwaltet. Das Institut wurde 2009 gegründet und agiert in verschiedenen deutschen Städten, darunter auch Mainz.101

 

Auch diese Institutseite sitzt mittig zentriert und setzt sich aus mehreren Spalten zusammen ( siehe Abbildung 43, S.105). Der Haupthintergrund zeigt eine Vektorillustration von Paris (erkennbar an der Silhouette des Eifelturms).

 

 

Es wird durchgehend die Groteske Arial für die Gestaltung des Textes genutzt. Bei Überschriften werden unter anderem Akzentfarben (apricot und türkis) und Versalbuchstaben eingesetzt, um eine Hierarchie zu erzeugen. Der eigentliche Inhalt der Seite wird in weißen Boxen, beziehungsweise Spalten präsentiert. Neben den bereits genannten Schmuckfarben wird pink und grün in der Navigation verwendet. Ähnlich wie bei dem Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte werden die einzelnen Navigationspunkte mit einer Farbfläche hinterlegt. Durch den Vektor-Hintergrund entsteht nach unserer Einschätzung ein gewisser generischer Charakter. Durch die Informationsfülle und zahlreichen Unterpunkte wirkt die Webseite überladen. Die Institut-Webseite wurde mithilfe des Generators SPIP102 generiert (ein Hinweis darauf befindet sich im HTML-Code der Webseite).

 

 

 

A.4.2.3 Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

 

Das „Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH“ wurde 1991 in Nordrhein-Westfalen gegründet.103 Es beschäftigt sich mit Nachhaltigskeitsforschung und versucht dabei transdisziplinär zu arbeiten.104

 

Das Layout der Webseite ist mittig zentriert und sitzt auf einem weißen Hintergrund ( siehe Abbildung 44, S.105). Die Ästhetik der Seite setzt sich aus dem Einsatz von Photos und abstrakten Formen zusammen. Farblich wird hier vorwiegend mit Blautönen gearbeitet. Ein dunkles Rot kommt als Akzentfarbe zum Einsatz (beispielweise bei der Auswahl eines Themenbereiches). Die Navigation findet links in Form einer Auflistung und im unteren Teil des Kopfbereiches als vertikale Reihung statt. Typographisch wird hier die Groteske Verdana in unterschiedlichen Größen benutzt. Die Seite wurde durch das Content Management System TYPO3105 generiert, diese Information kann man im Code der Seite nachlesen.

 

 

A.4.2.4 Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

 

Das „Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI“ ist auf die Entwicklung von Modellen im Schnittstellenbereich der Informatik zur numerischen Mathematik (Computational Science) spezialisiert.106

 

Das Layout dieses Instituts sitzt ebenfalls mittig zentriert auf einem einfarbigen Hintergrund: Die hellgraue Fläche wird von vier weißen Vektorstrahlen durchbrochen ( siehe Abbildung 45, S.106). Im oberen Teil des Hintergrund befindet sich ein dunkelgraues Photo, welches durch seine Unschärfe nicht klar zu erkennen ist und dadurch mehr einen dekorativen Charakter erhält. Auf dieser Fläche befinden sich die eigentlichen inhaltlichen Komponenten: Sie wirken wie aufeinander gelagert und erinnern dabei an eine Collage. Auch bei diesem Institut wird rein mit der Grotesken Arial gearbeitet, der Text sitzt in Boxen mit drei unterschiedlichen Hintergrundfarben (blau, grün und weiß). Die Navigation findet man links als Liste: Jeder Punkt erhält seine eigene Fläche. Zusätzlich wird bei der Überlagerung der einzelnen Elemente Transparenz genutzt: Bei der Berührung mit dem Mauszeiger werden die entsprechenden Ebenen farbintensiver.

 

Im Code des Instituts findet sich die Anmerkung, dass die Webseite mit dem Content Management Tool TYPO3 erstellt wurde.

 

 

 

A.4.2.5 DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) Institut für Planetenforschung

 

Das „DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) Institut für Planetenforschung“ untersucht unser Sonnensystem und dessen Planeten.107

 

Auch bei dieser Institut-Webseite lässt sich ein Gebrauch von Photos, sowie technischen Darstellungen feststellen ( siehe Abbildung 46, S.106). Das Layout basiert auf drei Spalten, wobei sich die Navigation als Auflistung links befindet. Das Farbschema basiert auf Grautönen, die als einfarbige Fläche oder als Verlauf eingesetzt werden. Im oberen Teil des Layouts befindet sich eine Photo der Erde, welches an den Seiten weichgezeichnet ist und in den weißen Haupthintergrund übergeht. Darüber hinaus nutzt dieses Institut die Groteske Arial beziehungsweise teilweise auch Verdana auf ihren Seiten: Anhand des Quellcodes lässt sich der Einsatz eines Content-Management-Systems vermuten, wir könnten jedoch leider nicht herausfinden, welches genutzt wird.

 

A.4.2.6 „Template“-Ästhetik108

An dieser Stelle möchten wir die These aufstellen, dass das Nutzen von gängigen Content-Management-Systemen tendenziell zu einer „Template“-Ästhetik führen kann. Damit meinen wir eine Gestaltung, der man ansehen kann, dass sie auf einer Vorlage basiert, die auf möglichst viele, verschiedene Anforderungen eingeht. Oft sind diese Vorlagen nicht individuell Angepasst und das Layout ist auf Grund der Verbreitung mancher Templates „abgenutzt“. So hat man beim Betrachten von, mit einem Template gestalteten, Webseiten oft das Gefühl diese Webseite schon einmal gesehen zu haben.

 

 

 

Definition: Content-Management-System

 

Als Content-Management-System (CMS) bezeichnet man Programme, die die Webseiten- oder Blog-Erstellung für den Endnutzer mit geringen Webdesign-Fähigkeiten vereinfachen. Die Besonderheit dieser Programme liegt meistens im Anbieten eines Editors, der es möglich macht, Elemente visuell zu bewegen oder einzufügen (entgegen dem eigentlichen Programmieren in reiner Textform).

 

Unserem Empfinden nach bieten CMS zwar eine Möglichkeit viel Inhalt zu verwalten und Unterseiten einheitlich zu gestalten, aber dabei besteht immer die Gefahr in eine zu modular-überladene Gestaltung überzugehen: Zu viele Spalten mit Text, eine Navigation mit zu vielen Unterpunkten, die wiederum Unterpunkte enthalten oder eine unübersichtliche Sitemap sind die Folgen davon.

 

Die Verwendung eines CMS begünstigt die Verwendung eines Templates, da es dazu dient, die Gestaltung und Verwaltung einer Webseite auch Laien ohne Design- und Programmierkenntnisse zugänglich zu machen.

 


A.4.3 Ein Blick auf aktuelle „Template“ Gestaltung

 

Im kommenden Abschnitt möchten wir uns die aktuell vorherrschende Template-, beziehungsweise Vorlagen-Ästhetik anschauen und einige Schlüsselelemente festhalten, die wir für unsere weitere Gestaltung nutzen können.

 

 

 

Definiton: Onepager

 

One Page Love (OPL)109, eine Webseite, beziehungsweise Community, definiert „Onepager“ als eine kontinuierliche Webseite ohne Unterseiten, die versucht, die optimale Menge an Information für den Besucher anzuzeigen.110 Auf OPL werden in unregelmäßigen Abständen Webseiten im Onepager-Format vorgestellt und können dort auch eingereicht werden.111

Die Idee einer Webseite in dieser spezifischen Präsentation hat sich auch zu einer Art Vorlage entwickelt.112 Es gibt zahlreiche Baukastensysteme oder -apps, die eine einfache Generierung eines Onepagers versprechen: Beispiele: Onepager App113, Namecheap Onepager114 oder WooThemes The One Pager for Wordpress115. Dadurch, dass nur eine bestimmte Menge Information angezeigt werden kann, findet man auf vielen Onepagern unserer Meinung nach die folgenden Merkmale:

 

Wie bereits beschrieben, werden Inhalte beim Onepager-Konzept untereinander kontinuierlich gezeigt. Da dies ein konstantes Scrolling erfordert, könnte man einen Schwerpunkt auf ein angenehmes, benutzerfreundliches Besuchen der Seite legen. Weiches Scrolling, sowie der Einsatz von Parallax, also einem collagenartigen, überlagerten Aufbau der Elemente, unterstützen diese Idee.116

Unserem Empfinden nach versuchen Onepager-Webseiten, dem Nutzer vermehrt visuelles Feedback zu geben: Objekte wie Links, die sich bei Kontakt mit der Maus verändern; Infografiken, die animiert werden während man vorbeifährt, oder Elemente, die bei der Navigation auf der Seite helfen sollen, beispielsweise eine Reihe von Kreisen, die anzeigen, auf welchem Teil der Seite man sich befindet. Unterstützend werden dabei Effekte wie beispielsweise Fade-In genutzt.117

Onepager tendieren dazu, die volle Breite der Browser-Auflösung zu nutzen und ihre Inhalte dynamisch beim Verkleinern oder Vergrößern zu skalieren. Wir führen diese Tendenz auf das Sehen der Notwendigkeit medienübergreifend zu handeln und die Webseiten auch für Handy- oder Tablet-Nutzer zu optimieren.

Darüber hinaus stellen wir fest, dass auf Onepager-Webseiten oft das Konzept des „Flat“-Designs, also dem Nutzen von reinen Farbflächen ohne räumliche Tiefe durch Schatten oder Licht, zum Einsatz kommt. Wir vermuten, dass sich dies aus der populären Meinung ableitet, dass 3D- und „Glossy“-Design veraltet wirkt.

E. Erklärung

Wir erklären hiermit, dass wir die vorliegende Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt haben; die aus fremden Werken wörtlich oder sinngemäß übernommenen Gedanken sind unter Angabe der Quellen gekennzeichnet.

 

 

 

1 Haile, Tony: What You Think You Know About the Web is Wrong <http://time.com/12933/what-you-think-you-know-about-the-web-is-wrong/>, 10.09.2014, 14:23 Uhr.

2 Dr. Gerdes, Claudia: Moralfrage. Dr. Claudia Gerdes erklärt, warum wir Artikel mit langweiligen Headlines anklicken sollten. In: Page (Hamburg), 29. Jg, Oktober, 2014, Nr 317, S. 13.

3 Beim Scanning geht es in erster Linie darum, bestimmte Informationen zu erfassen. Das bedeutet, dass der Text gezielt nach bestimmten Aspekten durchsucht wird. Das können beispielsweise bestimmte Schlagwörter oder Gedanken sein.

Quelle: Trenk-Hinterberger, Isabel: Lesekompetenz im Schulunterricht: Evaluation und Optimierung eines strategieorientierten Programms in der fünften Jahrgangsstufe. Verlag Dr. Kovac, Hamburg, 2006.

4 Nielsen, Jakob: How Little Do Users Read. In: Nielsen Norman Group Articles. <http://www.nngroup.com/articles/how-little-do-users-read>, 10.11.2014, 20:30 Uhr.

5 Weinreich, Obendorf, Herder und Mayer: Not Quite the Average. An Empirical Study of Web Use. In: The ACM Transactions on the Web, Band 2, Ausgabe 1, Artikel #5, New York 2008.

 

6 Ifantidou, Elly: Newspaper headlines and relevance: Ad hoc concepts in ad hoc contexts. Philosophische Fakultät der Universität Athen, Athen, Griechenland 2009.

7 Goins, Jeff: 5 Easy Tricks to Help You Write Catchy Headlines. <http://goinswriter.com/catchy-headlines/>, 25.10.2014, 12:23 Uhr.

8 Clark, Ryan: 7 reasons why list posts will always work. <http://www.copyblogger.com/7-reasons-why-list-posts-will-always-work/>, 25.10.2014, 12:28 Uhr.

9 Marrs, Megan: 19 Headline Writing Tips for More Clickable Shareable Blog Posts. <http://www.wordstream.com/blog/ws/2014/07/17/headline-writing>, 25.10.2014, 13:51 Uhr.

10 Clark, Ryan: 7 reasons why list posts will always work. <http://www.copyblogger.com/7-reasons-why-list-posts-will-always-work/>, 25.10.2014, 12:28 Uhr.

11 Marrs, Megan: 19 Headline Writing Tips for More Clickable Shareable Blog Posts. <http://www.wordstream.com/blog/ws/2014/07/17/headline-writing>, 25.10.2014, 13:51 Uhr.

12 Goins, Jeff: 5 Easy Tricks to Help You Write Catchy Headlines. <http://goinswriter.com/catchy-headlines/>, 25.10.2014, 12:23 Uhr

13 Marrs, Megan: 19 Headline Writing Tips for More Clickable Shareable Blog Posts. <http://www.wordstream.com/blog/ws/2014/07/17/headline-writing>, 25.10.2014, 13:51 Uhr.

14 Marrs, Megan: 19 Headline Writing Tips for More Clickable Shareable Blog Posts. <http://www.wordstream.com/blog/ws/2014/07/17/headline-writing>, 25.10.2014, 13:51 Uhr.

15 Marrs, Megan: 19 Headline Writing Tips for More Clickable Shareable Blog Posts. <http://www.wordstream.com/blog/ws/2014/07/17/headline-writing>, 25.10.2014, 13:51 Uhr.

16 iA (Hrsg.): iA Writer for Mac. <http://www.iawriter.com/mac/>, 25.10.2014, 14:05 Uhr.

17 Spriz Inc. (Hrsg.): The Science. <http://www.spritzinc.com/the-science/>, 25.10.2014, 14:16 Uhr.

18 Beaudoin, Luc: Spritz Text Streaming, „Speed Reading“ and Cognitive Productivity. In: CogZest Blog. <http://cogzest.com/2014/03/spritz-text-streaming-speed-reading-and-cognitive-productivity/>, 25.10.2014, 14:26 Uhr.

19 Radach, Kennedy, Rayner: Eye Movements and Information Processing During Reading. In: Psychology Press, 2004. S. 174–200.

20 Chatfield, Tom: The attention economy. In: aeon. <http://aeon.co/magazine/technology/does-each-click-of-attention-cost-a-bit-of-ourselves/>, 26.10.2014, 10:14 Uhr.

21 Hargittai, Fullerton, Menchen-Trevino, Thomas: Trust Online. Young Adults Evaluation of Web Content. Northwestern University, Evanston, Illinois, USA. In: International Journal of Communication Ausgabe 4, 2010. S. 468–494.

22 Bartlett und Miller: truth, lies and the internet. a report into young peoples digital fluency. In: Demos, London 2011.

23 Postman, Neil: Informing Ourselves to Death. Rede bei der „Gesellschaft für Informatik“, Stuttgart, 11. Oktober 1990.

24 Greenfeld, Karl Taro: Faking Cultural Literacy. In: New York Times. <http://www.nytimes.com/2014/05/25/opinion/sunday/faking-cultural-literacy.html?smid=tw-nytimes&_r=1>, 28.10.2014, 15:36 Uhr.

25 NPR (Hrsg.): Why Doesn’t America Read Anymore?. In: NPR Facebook. <https://www.facebook.com/NPR/posts/10202059501509428>, 28.10.2014, 16:23 Uhr.

26 NPR (Hrsg.): Why Doesnt America Read Anymore?.

<http://www.npr.org/2014/04/01/297690717/why-doesnt-america-read-anymore>, 28.10.2014, 16:25 Uhr.

27 Lovink, Geert: Zero Comments: Blogging and Critical Internet Culture. Routledge, Kentucky, USA 2007.

28 Frick und Hauser: Vertrauen 2.0. Auf wen sich Konsumenten in Zukunft verlassen. Gottlieb Duttweiler Institut, Zürich 2007.

29 Nielsen, Jakob: Trust or Bust: Communicating Trustworthiness in Web Design. In: Nielsen Norman Group Articles. <http://www.nngroup.com/articles/trust-or-bust-communicating-trustworthiness-in-web-design/>, 10.11.2014, 20:30 Uhr.

30 Clickbait (zu deutsch etwa: „Klickköder“) ist ein Überbegriff für Webseiten, die versuchen mit reißerischen Inhalten Nutzer „anzulocken“, oft mit der Absicht dann eine große Anzahl von Werbungbannern anzuzeigen.

Quelle: Shire, Emily: Saving Us From Ourselves. The Anti-Clickbait Movement. In: The Daily Beast. <http://www.thedailybeast.com/articles/2014/07/14/saving-us-from-ourselves-the-anti-clickbait-movement.html>, 12.11.2014, 15:25 Uhr.

31 Frick und Hauser: Vertrauen 2.0. Auf wen sich Konsumenten in Zukunft verlassen. Gottlieb Duttweiler Institut, Zürich 2007.

32 Nielsen, Jakob: Trust or Bust: Communicating Trustworthiness in Web Design. In: Nielsen Norman Group Articles. <http://www.nngroup.com/articles/trust-or-bust-communicating-trustworthiness-in-web-design/>, 10.11.2014, 20:30 Uhr.

33 Aylien (Hrsg.): Text Analysis API. <http://aylien.com/text-api>, 30.10.2014, 18:42 Uhr.

34 AlchemyAPI (Hrsg.): AlchemyLanguage Features. <http://www.alchemyapi.com/products/alchemylanguage/>, 30.10.2014, 18:44 Uhr.

35 Aylien (Hrsg.): Text Analysis API. Sentiment Analysis. <http://aylien.com/text-api-doc#sentiment>, 30.10.2014, 18:42 Uhr.

36 Aylien (Hrsg.): Text Analysis API. Sentiment Analysis. <http://aylien.com/text-api-doc#sentiment>, 30.10.2014, 18:42 Uhr.

37 AlchemyAPI (Hrsg.): AlchemyLanguage Features. Keyword Extraction API. <http://www.alchemyapi.com/products/alchemylanguage/keyword-extraction/>, 30.10.2014, 18:46 Uhr.

38 Aylien (Hrsg.): Text Analysis API. Summarization. <http://aylien.com/text-api-doc#summarize>, 30.10.2014, 18:50 Uhr.

39 Jones, Rich: Announcing OpenSpritz – a free speed reading bookmarklet. <https://gun.io/blog/openspritz-a-free-speed-reading-bookmarklet/>, 31.10.2014, 13:20 Uhr.

40 Jones, Rich: Announcing OpenSpritz – a free speed reading bookmarklet. <https://gun.io/blog/openspritz-a-free-speed-reading-bookmarklet/>, 31.10.2014, 13:20 Uhr.

41 Jones, Rich: Announcing OpenSpritz – a free speed reading bookmarklet. <https://gun.io/blog/openspritz-a-free-speed-reading-bookmarklet/>, 31.10.2014, 13:20 Uhr.

42 Diese Entwicklungsumgebung ist bei allen gängigen Browser von Grund auf mit integriert, muss aber erst aktiviert werden. Für den normalen Nutzer sind diese Informationen entweder belanglos oder hinderlich, da sie für den Laien die eigentliche Nutzung erschweren.

43 siehe Anhang: A.2. Verworfene Konzepte

44 siehe Anhang: A.4.2 Ein Blick auf auf die Gestaltung anderer Institute

45 statista (Hrsg.): Top 10 Sprachen in Internet nach Anteil der Websites im Jahr 2014. <http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2961/umfrage/anteil-der-verbreitetsten-sprachen-im-internet-seit-2006/>, 31.10.2014, 3:20 Uhr.

46 „Es gibt Wörter, die streuen wir in unsere Sätze ein, obwohl sie keinen tieferen Sinn haben. Sie sollen lediglich über Lücken im Text hinweghelfen und dabei ein kuscheliges Gefühl vermitteln. In der Linguistik werden sie, eben weil sie überall stehen könnten, Passepartoutwörter genannt (französisch für passer ‚hindurchgehen‘ und partout ‚überall‘).“ Zitat aus Biermann, Haase: Sprachlügen: Unworte und Neusprech von „Atomruine“ bis „zeitnah“. FISCHER Taschenbuch, Frankfurt 2012.

47 siehe Anhang: A.4.1 Ein Blick auf die Werbesprache von Apple

48 WebGL ist eine Multiplattform-Entwicklerschnitstelle, die es möglich macht 3D Grafiken direkt im Browser zu rendern.

Quelle: Khronos (Hrsg.): Getting Started. What Is WebGL?. In: WebGL Wiki. <https://www.khronos.org/webgl/wiki/Getting_Started>, 14.10.2014, 16:52 Uhr.

49 three.js ist eine Javascript-Bibliothek, die die Implementierung von WebGL einfacher macht.

Quelle: three.js (Hrsg.): Creating a scene. What is Three.js? <http://threejs.org/docs/index.html#Manual/Introduction/Creating_a_scene>, 14.10.2014, 16:54 Uhr.

50 Javascript ist eine dynamische Programmiersprache, die zum größten Teil für Webanwendungen benutzt wird.

Quelle: W3Schools (Hrsg.): Javascript Introduction. <http://www.w3schools.com/js/js_intro.asp>, 14.10.2014, 16:56 Uhr.

51 jQuery ist eine Javascript-Bibliothek, die Manipulation von Webseiteninhalten vereinfacht.

Quelle: jQuery Foundation (Hrsg.): About This Site. <https://learn.jquery.com/about/>, 14.10.2014, 16:56 Uhr.

52 Das Canvas Element von HTML5 ermöglicht das direkte Generieren und Darstellen von einfachen Grafiken innerhalb einer Webseite.

Quelle: W3Schools (Hrsg.): HTML5 Canvas. What is Canvas?. <http://www.w3schools.com/html/html5_canvas.asp>, 14.10.2014, 16:56 Uhr.

53 Cascading Style Sheets (CSS) ist eine Gestaltungssprache, die insbesondere dazu verwendet wird, um Web-Dokumente zu beeinflussen. Mit CSS3 kann man Elemente auf Webseiten mit CSS animieren.

Quelle: Mozilla Developer Network (Hrsg.): Using CSS animations. <https://developer.mozilla.org/en-US/docs/Web/Guide/CSS/Using_CSS_animations>, 14.10.2014, 16:58 Uhr.

54 AutoScrolling bedeutet, dass die aufgerufene Webseite sich an einem bestimmten Punkt automatisch zu einer vorher bestimmten Stelle innerhalb eines Webdokuments bewegt.

Quelle: Flesler, Ariel: jQuery.LocalScroll. <http://flesler.blogspot.de/2007/10/jquerylocalscroll-10.html>, 14.10.2014, 17:01 Uhr.

55 siehe Anhang: A.4.3 Ein Blick auf die aktuelle „Template“-Gestaltung

56 siehe Anhang: A.3 Verworfene Gestaltungsansätze

57 Beispielsweise könnte man einen Artikel über Kinder, die ihre Eltern durch Ebola verloren haben, in den Comment Constructor einfügen und folgenden Kommentar erhalten: „this post.... its a bit like bringing fortune cookies to china am i right?? WOOOW! let me check very quick........... nope. i have no f*ck to give for Ebola! Ebola outbreak, that was shit. i mean it.“

Artikel-Quelle: BBC News Africa (Hrsg.): In pictures: Ebola orphans. <http://www.bbc.com/news/world-africa-30019892>, 30.11.2014, 19:23 Uhr.

58 The Yes Men: IAmA: We are the Yes Men AMA. In: Reddit. <https://www.reddit.com/r/tabled/comments/133som/table_iama_we_are_the_yes_men_ama/>, 5.10.2014, 14:35 Uhr.

59 The Yes Men (Hrsg.): Identity Correction. <http://theyesmen.org/>, 5.10.2014, 14:35 Uhr.

60 Varma und Varma: The Bhopal Disaster of 1984. Bulletin of Science, Technology and Society. USA 2005.

61 Kim, Adela H.: Yes Men Bhopal Legacy. In: The Harvard Crimson. <http://www.thecrimson.com/column/the-art-of-protest/article/2014/3/5/art-of-protest-the-bhopal-legacy/>, 5.10.2014, 14:20 Uhr.

62 The Yes Men (Hrsg.): Clips from THE YES MEN FIX THE WORLD. <http://theyesmenfixtheworld.com/clips.htm>, 5.10.2014, 14:38 Uhr.

63 The Yes Men (Hrsg.): World Trade Organization. <http://www.gatt.org/>, 5.10.2014, 14:20 Uhr.

64 The Yes Lab (Hrsg.): How to Crash a Conference – by the Yes Lab. <http://destructables.org/destructable/how-crash-conference-yes-lab>, 5.10.2014, 14:45 Uhr.

65 Boyd, Lani: THE YES MEN AND ACTIVISM IN THE INFORMATION AGE. Louisiana State University, USA 2005. <http://etd.lsu.edu/docs/available/etd-04142005-174336/unrestricted/Boyd_thesis.pdf#search=%22%22The%20Yes%20Men%20and%20Activism%20in%20the%20Information%20Age%22>

66 Guns4Kids (Hrsg.): About. <http://guns4kids.org/about/>, 5.10.2014, 14:20 Uhr.

67 McIntire, Mike: Selling a New Generation on Guns. <http://www.nytimes.com/2013/01/27/us/selling-a-new-generation-on-guns.html?smid=tw-share&_r=1&>, 5.10.2014, 14:25 Uhr.

68 Savoy, Christian: Everyone gets a gun...even kids? NRAs new video triggers intense criticism. <http://www.examiner.com/article/everyone-gets-a-gun-even-kids-nra-s-new-video-triggers-intense-criticism>, 5.10.2014, 14:25 Uhr.

69 Carley, Lisa: Everyone Gets A Gun Plan: Watch NRA Commentator Suggest Mandatory Shooting Skills For Children. <http://www.inquisitr.com/1371165/everyone-gets-a-gun-plan-nra/>, 5.10.2014, 14:20 Uhr.

70 AmidsTheNoise (Hrsg.): Everyone Gets a Gun. <https://www.youtube.com/watch?v=VDZJfuZWNJc>, 5.10.2014, 14:20 Uhr.

71 Guns4Kids (Hrsg.): About. <http://guns4kids.org/about/>, 5.10.2014, 14:20 Uhr.

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73 Domaintools (Hrsg.): Whois Record for Guns4Kids.org. <http://whois.domaintools.com/guns4kids.org>, 5.10.2014, 14:25 Uhr.

74 Mendez, David: „National Report“ Proves That Not Everyone On Internet Can Write Satire. <http://www.tucsonweekly.com/TheRange/archives/2013/08/26/national-report-proves-that-not-everyone-on-internet-can-write-satire>, 5.10.2014, 14:28 Uhr.

75 Logan, Chase: Guns4Kids.org Sees Huge Boost Following NRA Comments. In: Internet Archive Wayback Machine. <https://web.archive.org/web/20140806040449/http://nationalreport.net/guns4kids-org-sees-huge-boost-following-nra-comments/#comments>, 5.10.2014, 14:25 Uhr.

76 Guns4Kids (Hrsg.): Disclaimer. <http://guns4kids.org/disclaimer/>, 5.10.2014, 14:20 Uhr.

77 Kickstriker (Hrsg.): Fund Projects & Resolve Conflict. <http://kickstriker.com/>, 5.10.2014, 15:28 Uhr.

78 Borda, James: Kickstriker. <http://jamesborda.com/portfolio/kickstriker/>, 5.10.2014, 15:38 Uhr.

79 Kickstriker (Hrsg.): About Kickstriker. <http://kickstriker.com/about>, 5.10.2014, 15:28 Uhr.

80 Harding und Grytsenko: Ukrainians crowdfund to raise cash for peoples drone to help outgunned army. With Ukrainian soldiers buying their own uniforms, volunteers are now stepping in to equip the troops facing rebels in the east. in: The Guardian. <http://www.theguardian.com/world/2014/jun/29/outgunned-ukrainian-army-crowdfunding-people-drone>, 5.10.2014, 16:45 Uhr.

81 Tiku, Nitasha: Israeli Army Member Crowdfunded Battle Gear for Urban Warfare. In: ValleyWag. <http://valleywag.gawker.com/israeli-army-member-crowdfunded-battle-gear-for-urban-w-1613629008>, 5.10.2014, 16:48 Uhr.

82 Chi, M.T.H., Glaser, R. & Farr, M.J. (Hrsg.): The nature of expertise. Erlbaum, Hillsdale, USA 1988.

83 Glaser: Changing the agency for learning: Acquiring expert performance. In: K. A. Ericsson (Hrsg.): The road to excellence. Mahwah, New Jersey, USA 1996.

84 Schumacher und Czerwinski: Mental models and the acquisition of expert knowledge. In: R. R. Hoffman (Hrsg.): The psychology of expertise. Springer-Verlag, New York 1992.

85 Gruber und Mandl: Auswirkungen von Erfahrungen auf die Entwicklung von Expertise (Forschungsbericht Nr. 45). Ludwig-Maximilian-Universität, Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie, München 1995.

86 Martenstein, Harald: „Es handelt sich um den letzten echten Männerberuf“. Harald Martenstein über den Traumjob Terrorismusexperte. In: ZEITmagazin Nº 20/2011. <http://www.zeit.de/2011/20/Martenstein>, 2.10.2014, 13:29 Uhr.

87 Spiegel Online Politik (Hrsg.): Norwegen: Bombenexplosion erschüttert Zentrum von Oslo. <http://www.spiegel.de/politik/ausland/norwegen-bombenexplosion-erschuettert-zentrum-von-oslo-a-776002.html>, 2.10.2014, 13:43 Uhr.

88 El-Gawhary, Karim: Plädoyer zur Abschaffung des Terrorexperten. Selten waren so viele so schnell auf dem Holzweg. In: taz.blogs. <http://blogs.taz.de/arabesken/2011/07/23/plaedoyer_zur_abschaffung_des_berufstand_des_terrorexperten_selten_lagen_so_viele_so_schnell_auf_dem_holzweg/>, 2.10.2014, 14:11 Uhr.

89 Ulrich, Jürgen: Der gerichtliche Sachverständige. Ein Handbuch für die Praxis. Carl-Heymanns-Verlag, Köln 2007.

90 Plückthun, Phil: TL;DR. <http://tl-dr.pw/#!about>, 16.10.2014, 15:36 Uhr.

91 CBS Interactive Inc. (Hrsg.): Metacritic. Heres how we help you find stuff youll love…. <http://www.metacritic.com/about-metacritic>, 16.10.2014, 16:24 Uhr.

92 Flixster Inc. (Hrsg.): Rotten Tomatoes. About Rotten Tomatoes. <http://www.rottentomatoes.com/about/>, 16.10.2014, 18:54 Uhr.

93 Google Inc. (Hrsg.): Chrome Web Store. <https://chrome.google.com/webstore/category/ext/12-shopping?hl=en>, 16.10.2014, 19:12 Uhr.

94 Google Inc. (Hrsg.): Chrome Web Store. <https://chrome.google.com/webstore/search/wikipedia?hl=en>, 16.10.2014, 19:12 Uhr.

95 iStockphoto LP (Hrsg.): iStock by Getty Images. <http://www.istockphoto.com/>, 16.10.2014, 19:08 Uhr.

96 Apple Inc. (Hrsg.): iPhone 6. Bigger than bigger. <http://www.apple.com/iphone/>, 16.10.2014, 19:12 Uhr.

97 Apple Inc. (Hrsg.): Apple Events. October 2012. <http://www.apple.com/de/apple-events/october-2012/>, 16.10.2014, 19:18 Uhr.

98 Beuth, Patrick: Dieser Text ist unglaublich großartig. Apple-Produkte sind fantastisch, unglaublich und erstaunlich. Sagt Apple. Die endlose Selbstbeweihräucherung ist nervtötend, peinlich und kontraproduktiv, sagt P. Beuth. <http://www.zeit.de/digital/internet/2012-10/apple-ipad-mini-sprache>, 16.10.2014, 20:06 Uhr.

99 Max-Planck-Institut für Europäische Union (Hrsg.): Willkommen. <http://www.rg.mpg.de/de/aktuelles.cfm>, 30.11.2014, 5:05 Uh

100 CONTENS Software GmbH (Hrsg.): About CONTENS Software. <http://www.contens.com/en/pub/products/content_management.cfm>, 30.11.2014, 5:11 Uhr.

101 Institut français Deutschland (Hrsg.): Über uns. Das Institut Français und die Kulturabteilung.<http://www.institutfrancais.de/federal/nous-1/uber-uns-3873/>, 30.11.2014, 5:11 Uhr.

102 SPIP (Hrsg.): Was ist SPIP. <http://www.spip.net/de_article2113.html>, 30.11.2014, 5:14 Uhr.

103 Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH (Hrsg.): Die Geschichte des Wuppertal Instituts. Vom Umweltschutz zur nachhaltigen Entwicklung. <http://wupperinst.org/das-wuppertal-institut/geschichte/>, 30.11.2014, 5:17 Uhr.

104 Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH (Hrsg.): Unsere Forschung. <http://wupperinst.org/unsere-forschung/>, 30.11.2014, 5:19 Uhr

105 TYPO3 Association (Hrsg.): The TYPO3 Universe. <https://typo3.org/about/>, 30.11.2014, 5:20 Uhr.

106 Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI (Hrsg.): Im Auftrag der Zukunft. <http://www.scai.fraunhofer.de/ueber-uns.html>, 30.11.2014, 5:22 Uhr.

107 DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) Institut für Planetenforschung (Hrsg.): Institut. <http://www.dlr.de/pf/de/desktopdefault.aspx/tabid-149/243_read-492/>, 30.11.2014, 5:22 Uhr

108 „Ein Template bildet als vordefinierte Datei das Grundgerüst für das Layout von Dokumenten, Broschüren, Buch- und Zeitungsseiten, Anzeigen oder Webseiten, Glückwunsch- oder Umzugskarten usw. und wird vom Anwender mit Inhalten gefüllt. Eine solche Mustervorlage kann textliche und/oder grafische Elemente enthalten. Der Anwender kann in ein solches Template Texte, Fotos Grafiken oder andere multimediale Dateien einfügen.“ DATACOM Buchverlag GmbH (Hrsg.): Template. In: ITWissen. <http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Template-template.html>, 30.11.2014, 5:32 Uhr.

109 One Page Love (Hrsg.): The ultimate resource for one page website inspiration. <http://onepagelove.com>, 26.11.2014, 22:02 Uhr.

110 One Page Love (Hrsg.): About One Page Love. <http://onepagelove.com/what-exactly-is-a-one-page-website>, 26.11.2014, 22:03 Uhr.

111 One Page Love (Hrsg.): Submit your One Page website. <http://onepagelove.com/submit>, 26.11.2014, 22:05 Uhr.

112 One Page Love (Hrsg.): You are browsing 248 One Page Templates. <http://onepagelove.com/templates>, 26.11.2014, 22:02 Uhr.

113 Onepager Inc. (Hrsg.): Build a beautiful simple website for your small business. <http://onepagerapp.com/>, 26.11.2014, 22:02 Uhr.

114 Namecheap Inc. (Hrsg.): Onepager Website. Your site, done in minutes.. <https://www.namecheap.com/websites/onepager.aspx>, 26.11.2014, 22:05 Uhr.

115 WooThemes (Hrsg.): The One Pager. <http://www.woothemes.com/products/the-one-pager/>, 26.11.2014, 22:05 Uhr.

116 helllicht medien GmbH (Hrsg.): Das Onepager als neuer Trend. <http://helllicht.com/blog/onepager-als-neuer-trend/>, 26.11.2014, 22:05 Uhr.

117 helllicht medien GmbH (Hrsg.): Onepager.de. Digitales Story-Telling. <http://www.onepager.de/>, 26.11.2014, 22:06 Uhr.

Alle hier nicht eigens nachgewiesenen Abbildungen stammen von den Autoren.

Abb. 1, S.10: Overall Headline Preferences“, ©2014 Conductor, New York aus: Safran, Nathan; The Moz Blog: 5 Data Insights into the Headlines Readers Click, <http://moz.com/blog/5-data-insights-into-the-headlines-readers-click>, 9.12.2014, 17:09 Uhr.

 

Abb. 2, S.10: Headline Preferences & Clarity“, ©2014 Conductor, New York aus: Safran, Nathan; The Moz Blog: 5 Data Insights into the Headlines Readers Click, <http://moz.com/blog/5-data-insights-into-the-headlines-readers-click>, 9.12.2014, 17:09 Uhr.

 

Abb. 3, S.13: Fadeyev, Dmitry: IA Writer Review, <http://fadeyev.net/ia-writer-review/>, 10.12.2014, 18:03 Uhr.

 

Abb. 4, S.14: Screenshot der Spritz Homepage, <http://www.spritzinc.com/>, 9.12.2014, 16:40 Uhr.

 

Abb. 5, S.14: Screenshot der Spritz Homepage, <http://www.spritzinc.com/>, 9.12.2014, 16:40 Uhr.

 

Abb. 6, S.16: Screenshot der Google Suchergebnisse zum Suchbegriff „Expert“, <https://www.google.com/search?client=safari&rls=en&q=revolution&ie=UTF-8&oe=UTF-8#rls=en&q=expert>, 9.12.2014, 7:08 Uhr.

 

Abb. 7, S.19: Screenshot des Facebook-Postings: Why Doesn't America Read Anymore?, <https://www.facebook.com/NPR/posts/10202059501509428>, 10.12.2014, 19:17 Uhr.

 

Abb. 8, S.19: NPR: Why Doesn't America Read Anymore?, <http://www.npr.org/2014/04/01/297690717/why-doesnt-america-read-anymore>, 10.12.2014, 19:18 Uhr.

 

Abb. 9, S.20: Screenshot des Facebook-Postings: Why Doesn't America Read Anymore?, <https://www.facebook.com/NPR/posts/10202059501509428>, 10.12.2014, 19:17 Uhr.

 

 

Abb. 10, S.22: Where We Spend Time Reading“, ©2014 Chartbeat Inc., New York aus: Haile, Tony; time.com: What You Think You Know About the Web Is Wrong, < http://time.com/12933/what-you-think-you-know-about-the-web-is-wrong/>, 9.12.2014, 17:11 Uhr.

 

Abb. 11, S.22: Do We Read the Articles We Share?“, ©2014 Chartbeat Inc., New York aus: Haile, Tony; time.com: What You Think You Know About the Web Is Wrong, < http://time.com/12933/what-you-think-you-know-about-the-web-is-wrong/>, 9.12.2014, 17:11 Uhr.

 

Abb. 12, S.35: Percent of Article Content Viewed“, ©2014 Chartbeat Inc., New York aus: Manjoo, Farhad; slate.com: You Won’t Finish This Article: Why people online don’t read to the end., <http://www.slate.com/articles/technology/technology/2013/06/how_people_read_online_why_you_won_t_finish_this_article.single.html>, 9.12.2014, 17:30 Uhr.

 

Abb. 37, S.89: Screenshot der Startseite der Satire-Seite Guns4Kids.org, <http://guns4kids.org/>, 10.12.2014, 23:10 Uhr.

 

Abb. 38, S.89: Screenshot der Spenden-Seite von Guns4Kids.org, <http://guns4kids.org/donate-now/>, 10.12.2014, 23:12 Uhr.

 

Abb. 39, S.91: Screenshot der Kickstriker Startseite, <http://kickstriker.com/>, 10.12.2014, 23:14 Uhr.

 

Abb. 40, S.101: Screenshot der Produktseite des Apple iPhone6, <http://www.apple.com/iphone/>, 9.12.2014, 17:15 Uhr.

 

Abb. 41, S.101: Screenshot der Produktseite des Apple iPhone6, <http://www.apple.com/iphone/>, 9.12.2014, 17:15 Uhr.

 

Abb. 42, S.105: Screenshot der Startseite des Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, <http://www.rg.mpg.de/de/aktuelles.cfm>, 10.12.2014, 22:45 Uhr.

 

Abb. 43, S.105: Screenshot der Startseite des Institut Français, <http://www.institutfrancais.de/>, 10.12.2014, 22:47 Uhr.

 

Abb. 44, S.105: Screenshot der Startseite des Wuppertal Institut, <http://wupperinst.org/home/>, 10.12.2014, 22:48 Uhr.

 

Abb. 45, S.106: Screenshot der Startseite des Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI, <http://www.scai.fraunhofer.de/>, 10.12.2014, 22:57 Uhr.

 

Abb. 46, S.106: Screenshot der Startseite des DLR Institut für Planetenforschung, <http://dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10002/>, 10.12.2014, 22:52 Uhr.

 

Abb. 47, S.110: Screenshot des Mountainhead OnePage Themes, Supview; OnePageLove.com, < http://onepagelove.com/mountainhead>, 11.12.2014, 0:15 Uhr.